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...ist ansteckend und macht Fernweh! Geschichten und Infos rund um die 2.schönste Sache der Welt. "Reisen ist eine gute Art die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist." (Zitat, Sergio Bambaren)

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Pommes für die Amis?
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glaeserruecken - 26. Sep, 15:03

Schweden 2006

15
Aug
2006

Man lernt viele Dinge ganz anders zu schätzen

Ganz für mich alleine stehe ich im seichten Wasser, dass mittlerweile wärmer ist als die Außentemperatur. Die Sonne geht unter und verschwindet am Horizont. Nur im Norden ist weiterhin ein helles Licht zu erkennen. Ich rauche eine Zigarette und während ich der Gitarre Jack Johnsons lausche, lasse ich diese zehn Tage in meinem Kopf Revue passieren…


In Gedanken

Unsere Kanutour in Schweden war ein unvergessliches Ereignis, mit tollen Eindrücken und der Erfahrung einmal komplett in der Natur zu leben. Strecken bekommen eine neue Dimension und die Kraft der Natur wird einem immer wieder deutlich bewusst. Man lernt einen Alltag kennen, indem die Selbstversorgung bzw. die Geborgenheit und Sicherheit, die einem ein schöner Platz bietet in den Mittelpunkt rückt.

Ein schöner Sonnenuntergang, ein Lagerfeuer, der Sternenhimmel, ein gutes Essen: Man wird sensibler für Alltägliches und lernt viele Dinge ganz anders zu schätzen. Schon alleine die unvergleichliche Stille sobald die Sonne unterging, war die Reise schon wert. Paddeln, angeln, kochen, Feuer machen, einfach nur in der Hängematte liegen, neue Plätze erkundschaften, lange Gespräche führen…


Die Stille werde ich vermissen

Eine Reise auf der ich viel über mich, aber auch vor allem über Stefan gelernt habe. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Kurz sitze ich noch da und schaue hinaus aufs Wasser. Dieses unerbittliche Gefühl des Fernwehs, obwohl ich noch gar nicht Daheim bin, schleicht sich wieder ein. Ich schiebe es zu Seite und ersetze es durch all die fantastischen Bilder und tollen Momente dieser Reise. Zufrieden und mit einem Lächeln auf den Lippen lege ich mich schlafen.

mehr Fotos gibt es auf www.flickr.com

10
Aug
2006

Geheimtipp und frischer Fisch

Zwei Tage zuvor teilten wir uns einen Platz mit einer norwegischen Familie. Ein Vater verbrachte mit seinem Sohn und einer Freundin des Sohnes ein Wochenende in der Natur: Was ich sehr cool finde. (By the way: Norwegen liegt genau auf der anderen Seite des Seengebietes. Also von diesem Platz aus, ungefähr 2 Std entfernt.) Während die Teenies noch schwimmen waren, machten wir es uns mit dem Norweger am Feuer gemütlich. Er hatte noch ausreichend kühles Bier und lud uns ein. Wir plauderten über Gott und die Welt und aßen ein „reines Welt Steak“ (für das wir Mittags, 8km gelaufen waren!). Im Laufe des Abends erzählte er uns von einem Autofriedhof auf der norwegischen Seite. Zwei verrückte Typen hätten in der 50ern angefangen Autos zu sammeln und die im Wald zu horten. Er wusste jedoch nur ungefähr wo sich der Platz befinde und in der Bierlaune vergaßen wir dann auch detaillierter nachzufragen.

Zwei Tage später paddelten wir die norwegische Seite entlang. An einem Steg, meinten wir scherzhaft, dass das doch vielleicht die Stelle sein könnte. Wir beschlossen 20 Minuten in den Wald rein zulaufen und falls wir nichts fänden wieder umzukehren. Bei hochsommerlichen Temperaturen war der Spaziergang durch den Wald eine willkommene Abwechslung. Wie es der Zufall so wollte, oder besser: aufgrund unseres Spürsinns fanden wir den Autofriedhof tatsächlich. Nach einer viertel Stunde sahen wir die ersten Autos und waren sofort begeistert.


Geheimtipp Autofriedhof


Spaß auch an Land

Man konnte erkennen, dass zuerst die Autos da waren und der Wald praktisch außen herum gewachsen ist. Autos wie aus alten James Dean Filmen, alte Bullies, Traktoren, Laster, große Busse - und alles gestapelt. Teilweise türmten sich vier, fünf Autos übereinander vor uns auf. Mit offenem Mund kämpften wir uns durch das Dickicht und hatten einen riesigen Spaß mit den alten Fahrzeugen. Nach unserer Schätzung befinden sich an die 800 Autos auf dem Gelände. Wir verbrachten mehr als drei Stunden auf dem alles andere als gruseligen Friedhof. Auf dem Rückweg zum Kanu freuten wir uns wie kleine Kinder: Einmal über das tolle Erlebnis, aber andererseits auch, dass wir über einen Geheimtipp an so einen einzigartigen Ort gefunden hatten. Da schlugen unsere Travellerherzen natürlich höher.


Ein unvergesslicher Tag

Nachdem wir wieder in See gestochen waren, dauerte es nicht lange, bis wir auch schon einen geeigneten Übernachtungsplatz gefunden hatten. Ich genoss lesend die Nachmittagssonne in der Hängematte, während Stefan sich ein paar Jungs und Mädels anschloss, die wir auf Bäron kennen gelernt haben, um endlich in die Kunst des Angelns eingeweiht zu werden.

Der Plan war eigentlich am Abend mit der Gruppe Party zu machen, doch als Stefan zurückkam begrüßte er mich breit grinsend mit den Worten: „Das mit der Party wird heute wohl nichts.“ Angel-Amateur Stefan hatte vier Fische gefangen und alle Anderen gar keinen. Großzügig hat er zwei seiner Fische abgegeben, jedoch auch zwei fette Brocken im Eimer für uns dabei.


Unser erster Fang

Nach acht Tagen hatten wir endlich mal was gefangen. Stefan nahm die Fische aus und ich füllte sie mit einer schmackhaften Füllung aus Zwiebeln und Kräutern. Dazu gab`s Reis und eine feurige Soße mit Pilzen. Ein wahres Festmahl. Bei einem beeindruckenden Sonnenuntergang verspeisten wir den Fang, den wir über dem offenen Feuer gebraten hatten. Ein unvergesslicher Tag.

mehr Fotos gibt es auf www.flickr.com

8
Aug
2006

So habe ich mir das vorgestellt

Als ich wach wurde, schien bereits die Sonne auf den Zelteingang. Das schlechte Wetter vom Vortag ist buchstäblich weggeweht worden. Nach einem ausgiebigen Frühstück paddelten wir los und der Himmel klarte immer mehr auf. Der Sommer war nach Schweden zurückgekehrt und begeleitete uns von nun an bis zu unserer Abreise.


Auf Bäron gestrandet

Das Paddeln klappte nun immer besser. Stefan übernahm die Position des Steuermanns (also Hinten) und wir fuhren zur Insel Bäron, was sich später als absoluter Volltreffer herausstellen sollte. Wir umrundeten die Insel und hielten an einer Bucht mit einem tollen Sandstrand. Nachdem wir an Land gegangen waren, sahen wir, dass die Insel an der Stelle nur ungefähr 20 meter Breit war und somit zwischen diesem und dem nächsten Strand nur ein paar Schritte lagen. Ein Pfad zwischen den beiden Stränden führte hoch auf eine bewaldete Felsklippe. Oben angekommen fanden wir eine Schutzhütte und eine Feuerstelle. Vom Rand des Felsens hatte man einen fantastischen Blick über Bäron, die angrenzenden Inseln und das gesamte Seengebiet. Wir sammelten Holz und kochten über einem offenen Feuer.


Sonnenuntergang um 23:00 Uhr

Am Abend saßen wir am Strand. Stefan hatte seine Hängematte zwischen zwei Bäumen gespannt und ich saß auf einem Felsvorsprung der bis ins Wasser hineinreichte. Ich las und beobachtete den Sonnenuntergang. So hatten wir uns das vorgestellt.

mehr Fotos gibt es auf www.flickr.com

3
Aug
2006

Wir paddeln los

Nachdem wir uns mal richtig ausgeschlafen hatten, sollte es heute richtig losgehen. Von ▼ scandtrack bekamen wir unser Kanu und eine komplette Ausrüstung, sowie Drybacks für unsere Klamotten. Wie sich im Laufe der Reise herausstellte, haben die Jungs von scandtrack wirklich an alles gedacht. Die Ausrüstung ist perfekt auf diesen Trip abgestimmt. Auch das Essen war super. Außer, dass wir einmal frisches Fleisch und Bier kauften, war unser Vorrat mehr als ausreichend.

Nach einer kurzen Paddeleinweisung ging es auch schon los. Doch so einfach wie wir uns das vorgestellt hatten, war es dann doch nicht. In Schlangenlinien absolvierten wir die ersten Kilometer, doch ich kam als Steuermann immer besser rein und schließlich glitten wir nur so durch das Wasser...

Wer sich das nicht sofort zutraut: Eine Paddelanweisung findet ihr ▼ hier.

Die unendlichen Seenweiten sind komplett von Wald umgeben. Teils sind die Ufer felsig, teils grasgrün. Aufgrund des schwedischen "Jedermannsrechts", ist es erlaubt überall zu zelten und zu rasten, so lange es nicht gerade im Vorgarten eines Hauses ist. Immer wieder sahen wir Zelte, Hängematten und Lagerfeuer am Ufer. Wir paddelten drei Stunden, bevor wir uns an einer vielversprechenden Stelle niederließen. Wir campierten auf einer Klippe einer kleinen Insel, von dessen Felsvorsprung wir uns sowohl Abend-, als auch Morgensonne versprachen.


Endlich Urlaub

Nach unserem ersten kläglichen Angelversuch änderte sich das Wetter plötzlich und ein Sturm brach los. Unser Zelt wurde platt auf den Boden gedrückt, bevor eine Regenschutt auf uns herabstürzte. Nach einer Stunde hatte sich der Regen gelegt. Da Stefan immer noch etwas krankwar, blieb er im Zelt, während ich in meiner *ichkonnteimglobetrotterdochnichtwiederstehen* Regenjacke auf das Wasser hinausschaute, rauchte und zwei Dosen Bier trank. Ich war endlich im Urlaub angekommen.

Als der Regen ganz aufgehört hatte aßen wir noch eine Suppe. Zuvor zerstörte ich jedoch noch unsere Plastikplane, da ich sie mit Spiritus unseres Koches in Brand steckte.

Als wir am Abend schlafen gingen wussten wir noch nicht, dass uns ab dem nächsten Morgen nur noch Sommerwetter mit Temperaturen um die 30 Grad, sowie blauer, wolkenfreier Himmel bevorstehen würde.

mehr Fotos gibt es auf www.flickr.com

2
Aug
2006

Mit 60 km/h durch Dänemark

Um halb acht starteten wir nach einer ausgiebigen Shoppingtour in Frankfurt (Lasst mich niemals alleine in diesen Globetrotter) in Stefans Polo. Die Sonne schien noch und es fiel uns trotz des zunächst dichten Verkehrs nicht schwer in Urlaubsstimmung zu kommen. Als wir die A7 erreicht hatten, war nichts mehr los und der Polo schnurrte. Da ich am Tag zuvor in meinen Geburtstag reingefeiert hatte und dementsprechend müde war, fuhr Stefan.

Um viertel vor zwei erreichten wir Puttgarden, wo wir mit der Fähre nach Dänemark übersetzten. Unglaublich wie einfach und schnell das mit den Fähren funktioniert. Man hat die Autotür noch nicht zugeschlagen und das riesige Schiff hat sich schon in Bewegung gesetzt. Da wir davon ausgegangen waren, dass das Benzin in Dänemark etwas billiger sei, als in Deutschland (damaliger Stand: Normal: 1,38 €) tankten wir extra nur wenig um gleich nach der dänischen Grenze wieder voll zu tanken. Doch die erste Tankstelle nach unserer Ankunft hatte geschlossen. Kein Problem, da wir noch nicht Mal auf Reserve fuhren. Mittlerweile hatte ich das Steuer übernommen.


Das langt noch, oder?

Nach 80 km war immer noch keine Trinkstelle für unser Auto in Sicht. Da wir nun schon gute 30 km auf Reserve fuhren, beschlossen wir abzufahren um in einem Ort zu tanken, doch da hatten wir nicht bedacht, dass es in Dänemark gar nichts gibt. Nicht mal Orte! (jedenfalls nicht da wo wir abgefahren waren). Nach weiteren verfahrenen 20 km hielten wir auf einem Rastplatz direkt an der Autobahn und Stefan begann die schlafenden Leute zu wecken und sie nach Benzin zu fragen, doch außer bösen Blicken ernteten wir nichts. Nach 20 Minuten entdeckten wir eine Karte, auf der alle Tankstellen eingezeichnet waren und wir fanden heraus, dass unser ersehntes Ziel weitere 25 km entfernt lag.


Mit 60 km/h heizten wir los

Obwohl wir bereits 50 km auf Reserve fuhren, schürten wir nach kurzer Beratung los. Mit 60 km/h auf der Autobahn -> um Benzin zu sparen. Nachdem die ersten LKWs hupend an uns vorbeirauschten begann uns dieser ganze Scheiß Spaß zu machen. Wir sprachen mit den Polo, Stefan ermahnte mich ständig nicht zu schnell zu fahren und der Polo kämpfte. Nach 75km auf Reserve erreichten wir *wildvorfreudehupend* die Tankstelle und gaben unserem ausgetrocknetem Gefährt endlich Kraftstoff. (Der übrigens nur 2 Cent billiger war, als in Deutschland).

Wem das nicht passieren will informiert sich besser vorher über vorhandene Tankstellen und Beninpreise auf ▼ www.trafikken.dk.

Aufgrund einer sehr zu wünschen übrig lassenden Beschreibung von map24 machten wir noch einen "kleinen" Umweg über Norwegen. Doch nach einer Fahrt mit einer Seilfähre, einem sehr interessanten Gespräch mit einem ausgewanderten deutschen Landschaftsgärtner, einer Waldralleystrecke und Kontakt mit dem norwegeischen Grenzschutz, erreichten wir um halb drei Lennartsfors.

Nachdem wir eingecheckt hatten schafften wir es gerade noch ein Handtuch herauszuholen, bevor wir nach 19 Stunden und 1400 km Autoodysse auf dem Parkplatz vor unserem Auto um drei Uhr Mittags einschliefen.

1
Aug
2006

Schweden 2006

Von 31. Juli -13. August machte ich mich mit Stefan in seinem Polo auf den Weg nach ▼ Schweden.


Stefan und Ich

An meinem 25. Geburtstag starteten wir um 19.30 in Richtung Abenteuerurlaub. Zehn Tage Kanu fahren stand auf dem Programm. Nach 19 Stunden Fahrt, zwei Mal Fähre und ein paar kleineren Hindernissen, einem Abstecher in Norwegen und 1400 Kilometern erreichten wir Lennartsforts in Schweden. Über den Individualreiseanbieter ▼ scandtrack haben wir eine Kanutour auf eigene Faust gebucht. Wir bekamen Kanu und Ausrüstung gestellt, einige Tipps zum Kanu fahren und dann ging`s schon los, aber dazu noch mehr in Kürze.

Schweden-Karte

Route:
Aschaffenburg - Frankfurt - Kassel - Hanover - Bremen - Hamburg - Puttgarden - Rodby - Kopenhagen - Helsingor - Helsingborg - Göteborg - Lennartsforts - Göteborg - Aschaffenburg

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