Kawah Ijen
Nachdem Jule noch nicht so fit war und Hannes und Kim das Strandleben bevorzugten, machte ich mich alleine auf den Weg nach Java zum Kawah Ijen. Nach einer turbulenten Anreise und 1,5 Stunden Mopedfahrt durch stroemden Regen auf 1800 Meter Hoehe, sass ich 5 Stunden in Unterhose, in eine Decke gehuellt in der kleinen Kueche des Guesthouses und versuchte mich aufzuwaermen. Es regnete so stark, dass das Wasser sogar in meinem Zimmer stand. Aber die Einheimischen waren fest davon ueberzeugt, dass ich morgen um 3 Uhr frueh auf den Berg koennte.
Info: Der Vulkan Kawah Ijen auf der Insel Java brodelt Tag und Nacht. Und trotzdem ist es der Arbeitsplatz von ca. 300 Indonesiern. Jeden Morgen brechen sie zum Krater in 2500 Metern Höhe auf. Sie sind Bergarbeiter und leben vom Schwefel, der hier sprudelt. Das flüssige Sulphat ruiniert mit ätzendem Gestank und beißendem Qualm ihre Lungen. Wenn das gelbe Gold erkaltet, brechen sie es in Brocken heraus und tragen es in Bambuskörben ins Tal zurück. Ihr Knochenjob liefert den Rohstoff für Streichhölzer, oder z.B. Waschmittel. Später, am Ende des Tages, wird unten im Tal ihre Ausbeute abgewogen. Pro Kilogramm Schwefel werden die Männer dann bezahlt. Erst hoch zum Kraterrand und dann später runter bis ins Tal. Ueber 5 Kilometer zieht sich der Marsch. Bis zu 100 Kilo schleppen die Maenner (die selbst nur um die 50kg wiegen) auf den Schultern. Höchsten zwei mal am Tag schaffen sie diese Tour - allerdings nur die Stärksten unter ihnen. Dafuer gibt es dann zwischen 1 und 2 Euro am Tag. (Quelle: Weltspiegel)
Um halb drei startete ich in Richtung Gipfel. Fuer die 3km Anstieg und 500 Hoehenmeter, in vollkommener Dunkelheit (ausser meiner Stirnlampe), brauchte ich 1,5 Stunden. Doch die Strapaze lohnte sich.
Seht selbst...
Nach zwei Tagen war ich dann wieder zurueck.
und noch mehr neue Bali Bilder...
P.S.: So nebenbei: Hier (in Indonesien) kann man 150.000 SMS für einen Euro versenden. (-:
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mrpink - 12. Dez, 09:09 | Kategorie:
.:.Weltreise 2008