Putin geht den Dingen auf den Grund
Die knapp zehn Tage, die ich vor gut einem Jahr am Baikalsee in Sibirien in Russland verbracht habe, wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Dort zeigte sich die Natur von ihrer besten Seite. Unverbraucht und scheinbar grenzenlos.

Der Baikalsee in Sibirien von der Insel Olchon aus, August 2008
Für diesen einzigartigen Platz auf unserer Erde kämpft die Bürgerorganisation „Baikalwelle“. Seit Jahren ringen sie mit Behörden und Wirtschaftsführern, um das „heilige Meer", vor der Zerstörung durch Abgase, Abwässer, Uferbebauung und sonstigen Eingriffen in die Ökologie zu retten. Eine große Fabrik, die bis Oktober letzten Jahres allerlei rüstungs- und industriewichtige Zellulose-Erzeugnisse herstellte, wurde stillgelegt, weil sie die Gelder nicht aufbringen konnten, die nötig gewesen wären, um den Betrieb am Seeufer ökologisch sicher zu machen.
Alles war gut, bis Wladimir Putin, den Dingen „auf den Grund ging“.Genau 1395 Meter tief ist er mittels eines Mini-U-Boots namens Mir-1 in den Baikalsee getaucht. Bis zum tiefsten Punkt (1637 Meter) fehlte noch ein bisschen, aber nach viereinhalb Stunden wusste er Bescheid. Putin nun hat den See, der ein Viertel allen Süßwassers der Erde enthält, durchschaut und "praktisch keine Veränderung der Umwelt" erkannt. „Die Wirtschaftstätigkeit habe bis jetzt - bis jetzt! - dem See keinen größeren Schaden zugefügt.
Putin hat nichts gegen die Wiedereröffnung einer gewissen Fabrik in Baikalsk, auch ohne Umrüstung. Erstmal Arbeitsplätze schaffen, sagte er noch, dann kommt die Umwelt. Ab September arbeitet das Zellulosewerk wieder.
P.S.: Die besagte Fabrik gehört übrigens dem Investor Basic Elements, der Investor gehört Oleg Deripaska, und Oleg Deripaska gehört zu jenen Oligarchen, die Putin aus der Hand fressen, wenn er sie lässt. Quelle: fr-online.
russland ¦ umwelt ¦ naturschutz

Der Baikalsee in Sibirien von der Insel Olchon aus, August 2008
Für diesen einzigartigen Platz auf unserer Erde kämpft die Bürgerorganisation „Baikalwelle“. Seit Jahren ringen sie mit Behörden und Wirtschaftsführern, um das „heilige Meer", vor der Zerstörung durch Abgase, Abwässer, Uferbebauung und sonstigen Eingriffen in die Ökologie zu retten. Eine große Fabrik, die bis Oktober letzten Jahres allerlei rüstungs- und industriewichtige Zellulose-Erzeugnisse herstellte, wurde stillgelegt, weil sie die Gelder nicht aufbringen konnten, die nötig gewesen wären, um den Betrieb am Seeufer ökologisch sicher zu machen.
Alles war gut, bis Wladimir Putin, den Dingen „auf den Grund ging“.Genau 1395 Meter tief ist er mittels eines Mini-U-Boots namens Mir-1 in den Baikalsee getaucht. Bis zum tiefsten Punkt (1637 Meter) fehlte noch ein bisschen, aber nach viereinhalb Stunden wusste er Bescheid. Putin nun hat den See, der ein Viertel allen Süßwassers der Erde enthält, durchschaut und "praktisch keine Veränderung der Umwelt" erkannt. „Die Wirtschaftstätigkeit habe bis jetzt - bis jetzt! - dem See keinen größeren Schaden zugefügt.
Putin hat nichts gegen die Wiedereröffnung einer gewissen Fabrik in Baikalsk, auch ohne Umrüstung. Erstmal Arbeitsplätze schaffen, sagte er noch, dann kommt die Umwelt. Ab September arbeitet das Zellulosewerk wieder.
P.S.: Die besagte Fabrik gehört übrigens dem Investor Basic Elements, der Investor gehört Oleg Deripaska, und Oleg Deripaska gehört zu jenen Oligarchen, die Putin aus der Hand fressen, wenn er sie lässt. Quelle: fr-online.
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mrpink - 11. Aug, 09:52 | Kategorie: nachgedacht




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