Camino del norte: Tipps und Tricks
Der Camino del norte ist kein Weg, den man einfach mal so läuft. In Santiago verkaufen sie T-Shirts mit dem Aufdruck NO PAIN, NO GLORY (-; Also vielleicht gehört der Schmerz dazu, aber man kann Schmerzen und auch sonstige Probleme mit einfachen Mittel eindämmen, bzw. verhindern, wenn man sich - im Gegensatz zu mir - etwas besser vorbereitet.
Im folgenden habe ich eine Liste mit Tipps&Tricks (ungeordnet), die während des Caminos auch mit Hilfe andere Pilger (Danke, Pit und Eva) entstanden ist, zusammengestellt. Das man gute und eingelaufene Wanderschuhe braucht oder Ähnliches habe ich weg gelassen.
Alle Angaben beziehen sich auf den Zeitraum Mitte April bis Ende Mai 2008!
- Das Gewicht des Rucksackes sollte bei Männern bei 8-10 Kilo und bei Frauen 7-8 Kilo (jeweils zuzüglich Wasser und Essen) liegen.
- Ein gewisses Basiswissen der spanischen Sprache, wie nach dem Weg fragen und auch die Antwort verstehen, ein Zimmer telefonisch reservieren, einkaufen, etc., ist teilweise unumgänglich.
- Zwei Wochen vor dem Camino schon Calcium- und Magnesiumtabletten nehmen. Und natürlich auch während des Weges. (in der Apotheke nach solchen Tabletten für Schwangere fragen: das sind die wirkunsgvollsten)
- Nicht die Füsse mit der größten Hornhaut, sondern weiche Füsse bleiben blasenfrei. Hirschtalg und Fusscreme wirken hier Wunder.
- Auf keinen Fall vergessen: Ohropax, Sonnencreme, Kopfschutz, Voltarensalbe, Blasenpflaster, Regencape für sich und den Rucksack.
- Es ist vollkommen egal wie man aussieht. Die Kleidung muss zweckmäßig sein.
- Viel Trinken ist das A und O. Genauso ausreichende, regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten. O-Ton eines Franzosen: "Good eat, good walk" - und das stimmt!
- Outdoorführer von Michael Kasper ist unverzichtbar um die Touren zu planen. Bei wandern Augen offen halten, denn das Buch ist auch in der neusten Version nicht mehr aktuell und fehlerhaft. (der beste Reiseführer ist ein Modell, dass leider nur auf spanisch erhältlich ist, aber Karten und Höhenprofile für jeden Tag enthält)
- Je näher man Santiago kommt, desto besser die Ausschilderung.
- Bei anhaltendem Regenwetter ist manchmal besser Strasse zu laufen
- Ein Tagesmenü gibt es eigentlich überall für 8 € (fragen lohnt!)
- Hilfreich: Sitzkissen, schnelltrocknendes Handtuch, Wäscheklammern/Sicherheitsnadeln, Wäscheleine, Tasse.
- ein Schlafsack bis +1 Grad langt vollkommen (auch im April)
- Apotheken gibt es in Spanien wie Sand am Meer und sind zudem noch viel billiger als in Deutschland. Reiseapotheke kann folglich klein und leicht gehalten werden.
- Ein Stock oder Wanderstöcke hatte ich nicht, würde ich aber empfehlen. Entlastet die Kniee und hilft beim Kampf gegen Hunde (wirklich!).
- Wildcampen ist überall möglich, doch aufgrund des Gewichtes würde ich davon abraten.
- Die Rückreise muss nicht schon vorher gebucht werden, doch es ist sinnvoll, sich eine Woche vor Santiago, wenn man das Ankunftsdatum abschätzen kann, sich darum zu kümmern.
- Die Strecke von Gijon nach Aviles sollte man sich sparen und den Bus nehmen.
- Die Herberge von Pater Ernesto in Guemes sollte auf keinen Fall ausgelassen werden. Genauso die von Luis und seiner Frau in San Vincente, sowie die Albergue in Baamonde.
- Eine ganz neue Herberge gibt es in Gotan, die Notunterkunft in Abadin gibt es nicht mehr!
- Der im Outdoor Reiseführer von Michael Kasper beschrieben Umweg in Santona zum Felsenmassiv von Buciero gehört zum Schönsten was der Weg zu bieten hat.
- Wer in Santiago den Touriströmen entkommen will, dem empfehle ich den Park Galicia.
- In Santiago die Compostela zu bekommen kann bis zu 3 Stunden dauern. Würde mich nicht noch mal dort anstellen, da 90% der Leute die vor dir in der Schlange stehen den Weg nicht mal annähernd komplett gelaufen sind und das nervt!
- Kostenlose Übernachtung oder freiwillige Spende heisst in Galicien 3 Euro.
- Der Zug von Santiago nach Irun braucht 13 Stunden und fährt jeden Tag um 9 Uhr ab. (Es gibt aber auch einen Nachtbus)
- MUST EAT in Galicien: Pulpo, also Oktopus!
Und zum Schluss: Die abgedroschene Weisheit, "Der Weg ist das Ziel" stimmt haargenau.
Wer noch mehr Tipps parat hat, kann sie gerne kommentieren. Danke.
Galicien ¦ Caminodelnorte ¦ Jakobsweg ¦ Nordroute
Im folgenden habe ich eine Liste mit Tipps&Tricks (ungeordnet), die während des Caminos auch mit Hilfe andere Pilger (Danke, Pit und Eva) entstanden ist, zusammengestellt. Das man gute und eingelaufene Wanderschuhe braucht oder Ähnliches habe ich weg gelassen.
Alle Angaben beziehen sich auf den Zeitraum Mitte April bis Ende Mai 2008!
- Das Gewicht des Rucksackes sollte bei Männern bei 8-10 Kilo und bei Frauen 7-8 Kilo (jeweils zuzüglich Wasser und Essen) liegen.
- Ein gewisses Basiswissen der spanischen Sprache, wie nach dem Weg fragen und auch die Antwort verstehen, ein Zimmer telefonisch reservieren, einkaufen, etc., ist teilweise unumgänglich.
- Zwei Wochen vor dem Camino schon Calcium- und Magnesiumtabletten nehmen. Und natürlich auch während des Weges. (in der Apotheke nach solchen Tabletten für Schwangere fragen: das sind die wirkunsgvollsten)
- Nicht die Füsse mit der größten Hornhaut, sondern weiche Füsse bleiben blasenfrei. Hirschtalg und Fusscreme wirken hier Wunder.
- Auf keinen Fall vergessen: Ohropax, Sonnencreme, Kopfschutz, Voltarensalbe, Blasenpflaster, Regencape für sich und den Rucksack.
- Es ist vollkommen egal wie man aussieht. Die Kleidung muss zweckmäßig sein.
- Viel Trinken ist das A und O. Genauso ausreichende, regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten. O-Ton eines Franzosen: "Good eat, good walk" - und das stimmt!
- Outdoorführer von Michael Kasper ist unverzichtbar um die Touren zu planen. Bei wandern Augen offen halten, denn das Buch ist auch in der neusten Version nicht mehr aktuell und fehlerhaft. (der beste Reiseführer ist ein Modell, dass leider nur auf spanisch erhältlich ist, aber Karten und Höhenprofile für jeden Tag enthält)
- Je näher man Santiago kommt, desto besser die Ausschilderung.
- Bei anhaltendem Regenwetter ist manchmal besser Strasse zu laufen
- Ein Tagesmenü gibt es eigentlich überall für 8 € (fragen lohnt!)
- Hilfreich: Sitzkissen, schnelltrocknendes Handtuch, Wäscheklammern/Sicherheitsnadeln, Wäscheleine, Tasse.
- ein Schlafsack bis +1 Grad langt vollkommen (auch im April)
- Apotheken gibt es in Spanien wie Sand am Meer und sind zudem noch viel billiger als in Deutschland. Reiseapotheke kann folglich klein und leicht gehalten werden.
- Ein Stock oder Wanderstöcke hatte ich nicht, würde ich aber empfehlen. Entlastet die Kniee und hilft beim Kampf gegen Hunde (wirklich!).
- Wildcampen ist überall möglich, doch aufgrund des Gewichtes würde ich davon abraten.
- Die Rückreise muss nicht schon vorher gebucht werden, doch es ist sinnvoll, sich eine Woche vor Santiago, wenn man das Ankunftsdatum abschätzen kann, sich darum zu kümmern.
- Die Strecke von Gijon nach Aviles sollte man sich sparen und den Bus nehmen.
- Die Herberge von Pater Ernesto in Guemes sollte auf keinen Fall ausgelassen werden. Genauso die von Luis und seiner Frau in San Vincente, sowie die Albergue in Baamonde.
- Eine ganz neue Herberge gibt es in Gotan, die Notunterkunft in Abadin gibt es nicht mehr!
- Der im Outdoor Reiseführer von Michael Kasper beschrieben Umweg in Santona zum Felsenmassiv von Buciero gehört zum Schönsten was der Weg zu bieten hat.
- Wer in Santiago den Touriströmen entkommen will, dem empfehle ich den Park Galicia.
- In Santiago die Compostela zu bekommen kann bis zu 3 Stunden dauern. Würde mich nicht noch mal dort anstellen, da 90% der Leute die vor dir in der Schlange stehen den Weg nicht mal annähernd komplett gelaufen sind und das nervt!
- Kostenlose Übernachtung oder freiwillige Spende heisst in Galicien 3 Euro.
- Der Zug von Santiago nach Irun braucht 13 Stunden und fährt jeden Tag um 9 Uhr ab. (Es gibt aber auch einen Nachtbus)
- MUST EAT in Galicien: Pulpo, also Oktopus!
Und zum Schluss: Die abgedroschene Weisheit, "Der Weg ist das Ziel" stimmt haargenau.
Wer noch mehr Tipps parat hat, kann sie gerne kommentieren. Danke.
Galicien ¦ Caminodelnorte ¦ Jakobsweg ¦ Nordroute
mrpink - 3. Jun, 14:50 | Kategorie: Jakobsweg 2008
Jens (anonym) - 3. Jun, 15:14
Danke
für die vielen Tipps. Habe sie mir gerade ausgedruckt und werde sie mir zu Herzen nehmen (-; Ich starte am Montag...
Lg, Jens
Lg, Jens
Christian (anonym) - 3. Jun, 22:04
Besten Dank
Gut, hm, also doch einen Wanderstock. Hunde. WAH! Schreib doch sowas nicht :p
Danke für die Tipps. Gibt mir das gute Gefühl, ungefähr richtig vorbereitet zu sein.
@Jens: Na dann bis bald. Ich starte auch am Montag und falle Dienstag morgen in Irun aus dem Zug. Ich bin dann der, der hilflos mit dem Reiseführer vor dem Gesucht rumfuchtelt :-D
Danke für die Tipps. Gibt mir das gute Gefühl, ungefähr richtig vorbereitet zu sein.
@Jens: Na dann bis bald. Ich starte auch am Montag und falle Dienstag morgen in Irun aus dem Zug. Ich bin dann der, der hilflos mit dem Reiseführer vor dem Gesucht rumfuchtelt :-D
Christian (anonym) - 3. Jun, 22:37
Achja: Reiseführer neu
Fast vergessen: Den Outdoor-Reiseführer "Jakobsweg Küstenweg" von Kasper/Joos gibts seit einer Woche in neuer Auflage. Raimund Joos und Kollegen haben den Weg zum Jahresanfang/Frühjahr unter die Lupe genommen und den Führer auf den neuesten Stand gebracht. Also: Nicht die alte Version im Buchladen kaufen, sondern auf die 7. Auflage 2008 achten!
betravel (anonym) - 4. Jun, 12:54
Vielen lieben Dank. Weil vielleicht im nächsten Jahr könnte das auch wieder ein Projekt für mich werden. Ich kann sonst nur noch Ducktape empfehlen. Man kann damit Wunden mit Wundauflage verbinden und Füsse, Rucksäcke, Schlafsäcke, Hosen, eigentlich alles reparieren.









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