Tage wie dieser
Tage wie diesen gestrigen, 13. Tag werde ich wohl nie vergessen. Solche Tage kommen nicht oft, aber sie kommen immer wieder und deshalb bin ich immer wieder unterwegs.
Eigentlich war es ein richtiger schei... Tag. Den ganzen Tag Gegenwind, dann habe ich mich zum ersten Mal verlaufen (6 km) und ich hatte einfach keinen Bock mehr. Kennt ihr das, wenn man am liebsten den Wind anschreien wuerde? Auch wenn es gar nichts bringt? In so einer Stimmung war ich.
Nach ca. 20km, suchte ich mir Schutz an einer kleinen Kirche. Ich setzte mich an die Mauer, vom Wind geschuetzt und schmollte vor mich hin. Den ganzen Tag hatte ich die Sonne noch nicht gesehen und ploetzlich schien sie mir ins Gesicht. Kein Wind und waermende Sonne.
Ich habe keinen Ahnung warum, aber ploetzlich freute ich mich total, auf die heutige Herberge und eventuell, die anderen Pilger wiederzutreffen. Ich lief weiter und wurde immer schneller, weil gespannter was mich heute noch erwartete. Ich legte die letzten 6 Kilometer, trotz Gegenwind in weniger als einer Stunde zurueck.

Foto: Tolle Atmosphaere
Und meine Erwartungen wurden nicht nur erfuellt, sondern uebertroffen. In der Albergue del Abuelto Peuto gefuehrt von Pater Ernesto erwarteten mich nicht nur nahezu alle Pilger die ich bisher getroffen hatte, sondern auch eine Freundlichkeit und Geborgenheit wie ich sie an einem neuen Ort noch nie erlebt habe. Kaminfeuer, leise Musik, Obst auf dem Tisch, Pilger die auf Sofas sitzten und lesen oder schreiben, keine Hektik, eine unglaubliche Atmosphaere.
Ein Mitarbeiter zeigte mir mein Zimmer und sagte wie selbstverstaendlich, ich solle mich noch ausruhen und duschen, um acht Uhr gaebe es dann fuer alle Essen. Mit insgesamt 17 anderen Pilgern sassen wir an einer grossen Tafel und speisten wie die Koenige. Da Eva Geburtstag hatte, gab es ausser Wein noch Sekt und ein Staendchen mit Mundharmoikabegleitung von fuenf spanischen Pilgern.
Nach dem Essen erzaehlte Ernesto von seinen Reisen und der Idee der Herberge, die sich nur durch freiwillge Arbeit und Spenden am Leben haelt. Er erzaehlte auf spanisch und ich uebersetzte was ich verstand auf deutsch, ein Hollaender auf englisch und ein Spanier auf baskisch.

Foto: Super Stimmung in der albergue
Als ich Ernesto, der schon sein ganzes Leben an diesem Ort wohnt nur zweimal 2 Jahre durch die Welt gereist ist (das erste Mal mit einer Vespa, und dann mit einem Landrover) von meiner Tour im Sommer erzaehlte, bekam er Augen wie ein kleines Kind an Weihnachten und erzaehlte mir von 80.000! Dias, die er von seinen Reisen mitgebracht haette...
Am naechsten Morgen nach einem ausgiebigen Fruehstueck ging es bei leichtem Nieselregen weiter.
Eins ist sicher: Wenn es so etwas wie Gott gibt, dann ist er an diesem Ort ganz nah.
Check out my google maps...
NEW Fotos... (ein kleiner Teil!)
Jakobsweg ¦ Guimes ¦ Camino del norte ¦ AlberguedelAbueltoPeuto
Eigentlich war es ein richtiger schei... Tag. Den ganzen Tag Gegenwind, dann habe ich mich zum ersten Mal verlaufen (6 km) und ich hatte einfach keinen Bock mehr. Kennt ihr das, wenn man am liebsten den Wind anschreien wuerde? Auch wenn es gar nichts bringt? In so einer Stimmung war ich.
Nach ca. 20km, suchte ich mir Schutz an einer kleinen Kirche. Ich setzte mich an die Mauer, vom Wind geschuetzt und schmollte vor mich hin. Den ganzen Tag hatte ich die Sonne noch nicht gesehen und ploetzlich schien sie mir ins Gesicht. Kein Wind und waermende Sonne.
Ich habe keinen Ahnung warum, aber ploetzlich freute ich mich total, auf die heutige Herberge und eventuell, die anderen Pilger wiederzutreffen. Ich lief weiter und wurde immer schneller, weil gespannter was mich heute noch erwartete. Ich legte die letzten 6 Kilometer, trotz Gegenwind in weniger als einer Stunde zurueck.

Foto: Tolle Atmosphaere
Und meine Erwartungen wurden nicht nur erfuellt, sondern uebertroffen. In der Albergue del Abuelto Peuto gefuehrt von Pater Ernesto erwarteten mich nicht nur nahezu alle Pilger die ich bisher getroffen hatte, sondern auch eine Freundlichkeit und Geborgenheit wie ich sie an einem neuen Ort noch nie erlebt habe. Kaminfeuer, leise Musik, Obst auf dem Tisch, Pilger die auf Sofas sitzten und lesen oder schreiben, keine Hektik, eine unglaubliche Atmosphaere.
Ein Mitarbeiter zeigte mir mein Zimmer und sagte wie selbstverstaendlich, ich solle mich noch ausruhen und duschen, um acht Uhr gaebe es dann fuer alle Essen. Mit insgesamt 17 anderen Pilgern sassen wir an einer grossen Tafel und speisten wie die Koenige. Da Eva Geburtstag hatte, gab es ausser Wein noch Sekt und ein Staendchen mit Mundharmoikabegleitung von fuenf spanischen Pilgern.
Nach dem Essen erzaehlte Ernesto von seinen Reisen und der Idee der Herberge, die sich nur durch freiwillge Arbeit und Spenden am Leben haelt. Er erzaehlte auf spanisch und ich uebersetzte was ich verstand auf deutsch, ein Hollaender auf englisch und ein Spanier auf baskisch.

Foto: Super Stimmung in der albergue
Als ich Ernesto, der schon sein ganzes Leben an diesem Ort wohnt nur zweimal 2 Jahre durch die Welt gereist ist (das erste Mal mit einer Vespa, und dann mit einem Landrover) von meiner Tour im Sommer erzaehlte, bekam er Augen wie ein kleines Kind an Weihnachten und erzaehlte mir von 80.000! Dias, die er von seinen Reisen mitgebracht haette...
Am naechsten Morgen nach einem ausgiebigen Fruehstueck ging es bei leichtem Nieselregen weiter.
Eins ist sicher: Wenn es so etwas wie Gott gibt, dann ist er an diesem Ort ganz nah.
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Jakobsweg ¦ Guimes ¦ Camino del norte ¦ AlberguedelAbueltoPeuto
mrpink - 28. Apr, 16:01 | Kategorie: Jakobsweg 2008









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