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Sao Paulo wie Dresden 1988

Für Europäer aus dem ehemaligen Ostblock mögen die Fotos schon fast nostalgisch wirken, für Menschen aus der seit ehedem kapitalistischen Welt ist es geradezu gespenstisch: Die Brasilianische Großtadt Sao Paulo präsentiert sich seit einigen Tagen fast vollständig werbefrei.

Die Aktion ist keine Denkpause mit künstlerischem Hintergrund, sondern eine juristische Schlacht: Der Bürgermeister der Stadt hat einen Erlass verabschiedet, der sämtliche Werbung verbietet, von Plakatwänden über Flugblätter bis zu Zeppelinen am Himmel, weil sich die Werbebranche den neuen Vorschriften der Stadt bezüglich den Plakatformaten widersetzte.

Jetzt ist das Verbot in Kraft, und auf Flickr tauchen die ersten Bildserien aus der Geisterstadt Sao Paulo auf. Und man merkt: So sehr wir uns bisweilen eine Pause von der Dauerberieselung wünschen - das Grau der DDR war auch nicht grade heimelig.

reference: medienlese

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