Fischsuppe zum Frühstsück und Weihnachten im Januar
Kaum habe ich die Reichweite des Ventilators verlassen, fange ich auch schon an zu schwitzen. Es ist drückend heiß. Die Luft steht und vom Balkon aus sieht man den Smog, der tief über der Stadt hängt. Ich verlasse die Wohnung um etwas frühstücken zu gehen: Nudelsuppe mit Fischbällchen. Sehr scharf, aber auch sehr lecker. Dazu gibt es Eiswasser. Das ist auch gut so, denn nicht nur die Schärfe der Suppe, sondern auch die höllischen Temperaturen um diese Uhrzeit treiben mir die Schweißperlen auf die Stirn.
Freundlich begrüßt mich die Suppenfrau, die sich mittlerweile an den Anblick eines Blondschopfes gewöhnt hat, der Morgen für Morgen eine Nudelsuppe auf Thai bestellt und hofft, dass sie keine weitere Frage stellt, da er sie sowieso nicht verstehen würde. Ich esse auf, sage der Frau das es sehr gut geschmeckt hat und verabschiede mich. Sie lächelt mich an. Ich kann nicht sagen ob aus Freude, dass ich versuche ihre Sprache zu sprechen, oder weil sie keine Ahnung hat was ich zu Ihr gesagt habe? Ich laufe vor zur Hauptstraße, vorbei an unzähligen Essenständen, einer Schneiderei, an Schulkindern, die lernen. Im Supermarkt gegenüber, den ein lesbisches Pärchen betreibt, kaufe ich Wasser. Eine der beiden spricht sehr gut Englisch und wir reden über dies und das. Mittlerweile fühle ich mich wirklich schon zu Hause: Ich habe meine Gewohnheiten, ich kenne die Suppenfrau, die Damen vom Supermarkt, die Frau aus der Wäscherei und Freunde habe ich hier auch schon reichlich gefunden.

Pratunam der größte Kleidermarkt Asiens
Nach Bangkok zurückkommen ist wie nach Hause kommen.(Bangkok war so zusagen mein Asia-Headquader: der Ausgangspunkt all meiner Trips)
Ich sitze im Taxi in Richtung Pratunam und es geht mal wieder gar nichts voran. Nicht stockender Verkehr. Nein, wir bewegen uns keinen Meter vorwärts: in den nächsten 20 Minuten. Nur die Motorradtaxen heizen zwischen den Autos durch, teilweise nur Millimeter an den Außenspiegeln vorbei. Die Fahrer arbeiten mit den Händen, stützen sich mit den Füßen an den Kotflügeln ab, fahren Rückwärts, über den Bürgersteig,...und das alles in einem Höllentempo. Ich bin ja Abenteurer, aber nachdem ich das einmal mitgemacht habe, bevorzuge ich doch lieber Taxi oder den Bus. Manchmal fahre ich auch Tuk Tuk, aber nur wenn ich die Strecke kenne und weiß was es ungefähr kostet und ich außer Reichweite der Tourigegenden bin, denn sonst wird man gnadenlos über den Tisch gezogen.

Die berühmten Tuk Tuks
Bangkok ist billig, Bangkok ist freundlich und in Bangkok gibt es nichts was es nicht gibt. Aber das alles nur für den, der sich dafür qualifiziert. Das bedeutet, hätte ich T und O nicht gehabt, die mir alles gezeigt haben, hätte ich wahrscheinlich schon das Zehnfache an Geld ausgegeben. Hätte ich nicht versucht wenigstens ein bisschen die Sprache zu lernen und die Kultur hier anzunehmen, hätte ich auch nicht diese Freundlichkeit der Thais erlebt. Außerdem ist es etwas komplett anderes mit Einheimischen unterwegs zu sein. Das öffnet einem Ausländer ganz neue Wege und Türen.
Nach 20 Minuten geht es endlich weiter. Inzwischen ist mir trotz der hohen Temperaturen richtig kalt, da wie in allen Taxen, der Schwebebahn, Einkaufspassagen oder öffentlichen Gebäuden die Klimaanlage natürlich voll aufgedreht ist.
Nach einer Stunde erreiche ich mein Ziel. Pratunam. Ein riesiger Markt, der so groß ist, dass man auch nach dem fünften Besuch immer noch eine neue Straße, Abzweigung oder Katakombe findet, in der neue Verkaufsstände aufgebaut sind. Ich drängle mich zwischen den Menschenmassen hindurch vorbei an Suppenküchen, Klamottenläden und thailändischen Schnitzereien. An einem Stand mit Basecaps bleibe ich stehen. Der junge Thai nennt mir einen gnadenlos überteuerten Preis. "Zu teuer", sag ich lächelnd zu ihm auf Thai. Auch er lächelt jetzt und seine Versuche mich zu einem Kauf zu überreden klingen nicht mehr so auswendig gelernt. "I make good price, Sir". Ich lächle wieder, bedanke mich und gehe weiter. In Pratunam ist Handeln
Pflicht. Manche reden hier sogar von psychologischer Kriegsführung. Vielleicht komme ich später zurück und kaufe dann doch eine Kappe.
Heute bin ich in verspäteter Weihnachtsstimmung. Da ich Weihnachten zum ersten Mal in diesem Jahr nicht in Deutschland verbracht habe, holt mich der Geschenkerausch ein, auch wenn es mittlerweile Ende Januar ist. Einerseits bin ich traurig das Alles hier hinter mir zu lassem, andererseits beflügelt mich die Vorfreude auf meine Leute Daheim allen ein Stück Bangkok mitzubringen.
Ich glaube Bangkok wäre für jede Frau der Welt die nur eine geringe Affinität zum Einkaufen hat das Paradies auf Erden. Ketten, Armbänder, Ohrringe, Kleider, Röcke, Sonnenbrillen, Parfüm... Bangkok ist definitiv der größte Flohmarkt der Welt. Diese Mischung aus Lebensmitteln, Klamotten, Kitsch, Kultur und wahrem Leben auf so engem Raum sind einfach unbeschreiblich.

Khao San Road: Der Nabel der Zeit
Am Ende habe ich mir ein T-Shirt gegönnt und sonst nur Mitbringsel gekauft. Voll bepackt fahre ich Richtung Khao San Road um mich dort mit Jub zu treffen...
Freundlich begrüßt mich die Suppenfrau, die sich mittlerweile an den Anblick eines Blondschopfes gewöhnt hat, der Morgen für Morgen eine Nudelsuppe auf Thai bestellt und hofft, dass sie keine weitere Frage stellt, da er sie sowieso nicht verstehen würde. Ich esse auf, sage der Frau das es sehr gut geschmeckt hat und verabschiede mich. Sie lächelt mich an. Ich kann nicht sagen ob aus Freude, dass ich versuche ihre Sprache zu sprechen, oder weil sie keine Ahnung hat was ich zu Ihr gesagt habe? Ich laufe vor zur Hauptstraße, vorbei an unzähligen Essenständen, einer Schneiderei, an Schulkindern, die lernen. Im Supermarkt gegenüber, den ein lesbisches Pärchen betreibt, kaufe ich Wasser. Eine der beiden spricht sehr gut Englisch und wir reden über dies und das. Mittlerweile fühle ich mich wirklich schon zu Hause: Ich habe meine Gewohnheiten, ich kenne die Suppenfrau, die Damen vom Supermarkt, die Frau aus der Wäscherei und Freunde habe ich hier auch schon reichlich gefunden.

Pratunam der größte Kleidermarkt Asiens
Nach Bangkok zurückkommen ist wie nach Hause kommen.(Bangkok war so zusagen mein Asia-Headquader: der Ausgangspunkt all meiner Trips)
Ich sitze im Taxi in Richtung Pratunam und es geht mal wieder gar nichts voran. Nicht stockender Verkehr. Nein, wir bewegen uns keinen Meter vorwärts: in den nächsten 20 Minuten. Nur die Motorradtaxen heizen zwischen den Autos durch, teilweise nur Millimeter an den Außenspiegeln vorbei. Die Fahrer arbeiten mit den Händen, stützen sich mit den Füßen an den Kotflügeln ab, fahren Rückwärts, über den Bürgersteig,...und das alles in einem Höllentempo. Ich bin ja Abenteurer, aber nachdem ich das einmal mitgemacht habe, bevorzuge ich doch lieber Taxi oder den Bus. Manchmal fahre ich auch Tuk Tuk, aber nur wenn ich die Strecke kenne und weiß was es ungefähr kostet und ich außer Reichweite der Tourigegenden bin, denn sonst wird man gnadenlos über den Tisch gezogen.

Die berühmten Tuk Tuks
Bangkok ist billig, Bangkok ist freundlich und in Bangkok gibt es nichts was es nicht gibt. Aber das alles nur für den, der sich dafür qualifiziert. Das bedeutet, hätte ich T und O nicht gehabt, die mir alles gezeigt haben, hätte ich wahrscheinlich schon das Zehnfache an Geld ausgegeben. Hätte ich nicht versucht wenigstens ein bisschen die Sprache zu lernen und die Kultur hier anzunehmen, hätte ich auch nicht diese Freundlichkeit der Thais erlebt. Außerdem ist es etwas komplett anderes mit Einheimischen unterwegs zu sein. Das öffnet einem Ausländer ganz neue Wege und Türen.
Nach 20 Minuten geht es endlich weiter. Inzwischen ist mir trotz der hohen Temperaturen richtig kalt, da wie in allen Taxen, der Schwebebahn, Einkaufspassagen oder öffentlichen Gebäuden die Klimaanlage natürlich voll aufgedreht ist.
Nach einer Stunde erreiche ich mein Ziel. Pratunam. Ein riesiger Markt, der so groß ist, dass man auch nach dem fünften Besuch immer noch eine neue Straße, Abzweigung oder Katakombe findet, in der neue Verkaufsstände aufgebaut sind. Ich drängle mich zwischen den Menschenmassen hindurch vorbei an Suppenküchen, Klamottenläden und thailändischen Schnitzereien. An einem Stand mit Basecaps bleibe ich stehen. Der junge Thai nennt mir einen gnadenlos überteuerten Preis. "Zu teuer", sag ich lächelnd zu ihm auf Thai. Auch er lächelt jetzt und seine Versuche mich zu einem Kauf zu überreden klingen nicht mehr so auswendig gelernt. "I make good price, Sir". Ich lächle wieder, bedanke mich und gehe weiter. In Pratunam ist Handeln
Pflicht. Manche reden hier sogar von psychologischer Kriegsführung. Vielleicht komme ich später zurück und kaufe dann doch eine Kappe.
Heute bin ich in verspäteter Weihnachtsstimmung. Da ich Weihnachten zum ersten Mal in diesem Jahr nicht in Deutschland verbracht habe, holt mich der Geschenkerausch ein, auch wenn es mittlerweile Ende Januar ist. Einerseits bin ich traurig das Alles hier hinter mir zu lassem, andererseits beflügelt mich die Vorfreude auf meine Leute Daheim allen ein Stück Bangkok mitzubringen.
Ich glaube Bangkok wäre für jede Frau der Welt die nur eine geringe Affinität zum Einkaufen hat das Paradies auf Erden. Ketten, Armbänder, Ohrringe, Kleider, Röcke, Sonnenbrillen, Parfüm... Bangkok ist definitiv der größte Flohmarkt der Welt. Diese Mischung aus Lebensmitteln, Klamotten, Kitsch, Kultur und wahrem Leben auf so engem Raum sind einfach unbeschreiblich.

Khao San Road: Der Nabel der Zeit
Am Ende habe ich mir ein T-Shirt gegönnt und sonst nur Mitbringsel gekauft. Voll bepackt fahre ich Richtung Khao San Road um mich dort mit Jub zu treffen...



