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13
Jun
2008

Der Camino verändert dich


Foto: In der Nähe von La Isla

Das ist überaschenderweise einen der mir am häufigsten gestellten Fragen: Hat dich der Camino verändert? Also ganz ehrlich... Ich glaube jede Reise verändert. Neue Eindrücke, neue Leute, neue Erfahrungen verändern - ganz automatisch.

Ich habe auf dem Camino viel gelernt, vor allem über mich selbst. Der Weg hat mir gezeigt, dass ich mit ganz wenig zufrieden sein kann. Laufen, Essen, Schlafen (vielleicht noch waschen und duschen), auf mehr kommt es nicht an. Man lernt kleine Dinge zu schätzen und ganz anders wahrzunehmen.

Wie schön ein Baum aussehen kann (Ich kann mich erinnern, dass ich stehen geblieben bin und mir gedacht habe: Krass, was ein geiler Baum. Und gleich danach habe ich gedacht: Krass, du stehst hier und bewunderst einen Baum), wie gut ein Apfel nach 20 km laufen schmeckt, oder wie sehr man sich über einen Sonnenstrahl nach einem Regentag freut...

Ein weiteres sehr gutes Gefühl, dass mir der Camino gezeigt hat, ist stolz. Ich schreibe bewusst nicht Tugend, sondern Gefühl, weil es hier um den Stolz geht, den man nicht nach außen zeigt, sondern den man einfach nur fühlt, wenn man Abends die Augen schliesst und in Gedanken den Tag noch Mal Revue passieren lässt. Ein gutes Gefühl.

Der Camino verändert dich. Jedoch nicht mehr oder weniger, als jede andere vergleichbare Reise auch.

caminodelnorte ¦ jakobsweg ¦ camino ¦ spanien

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