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Jakobsweg ¦ Spanien ¦ Camino del norte
mrpink - 30. Mai, 18:44 | Kategorie:
Jakobsweg 2008
Der Rest des Rückweges ist schnell erzählt. Mit dem TGV ging es eine Stunde später, 5,5 Stunden nach Paris, dort mit der Metro nach Paris Sud und dann mit dem ICE 3 Stunden nach Frankfurt, so dass ich um 21:00 Uhr nach einem 27-stündigen Trip wieder heimischen Boden unter den Füßen hatte.
Interessant zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass ich von Paris nach Frankfurt erste Klasse fuhr (zum ersten Mal in meinem Leben), da alle anderen Plätze ausgebucht waren. Das kostete mich zwar eine Stange Geld, aber ich wollte einfach nur noch Heim, mich duschen und vor allem meine Schuhe ausziehen - hätte ich das im Zug gemacht, hätten sie diesen wohl evakuieren müssen.
P.S.: War schon irgendwie eine bizarre Szene, als der Kellner der ersten Klasse unser Abteil öffnete, dass ich mir mit schlippstragenden Laptoparbeitern teilte und mich - knapp 40 Stunden auf den Beinen, sehr schlecht riechend, unrasiert, aber gut gelaunt - fragte: "Und Sie Monsieur, was darf es denn sein? Lachs oder Hähnchenfilet?
Jakobsweg ¦ Rückweg ¦ Camino del norte ¦ Santiago ¦ Paris ¦ ICE
mrpink - 30. Mai, 16:14 | Kategorie:
Jakobsweg 2008
Eigentlich dachte ich es wäre schwieriger nach Santiago zu kommen als die Stadt wieder zu verlassen, aber da wurde ich -wie so oft in den letzten Wochen- eines besseren belehrt.
"Morgen früh können Sie vom Busbahnhof aus direkt nach Deutschland fahren", hatte ich die Stimme der Frau in der Touristeninformation noch im Ohr, als ich am Schalter der ALSA Busgesellschaft stand. Es war Donnerstag viertel vor neun morgens. "Heute gibt es leider keinen internationalen Bustransfer. Nur MO-MI-FR", klärte der Mann mich auf. Sauer und enttäuscht machte ich mich so schnell es ging auf den Weg zum Bahnhof (ca. 2,5 km). Dort angekommen, hatte ich den Zug nach Irun/Hendaye, in dem mein französischer Wanderkompane Phillipe saß um 5 Minuten verpasst. Auf die Frage, ob es heute (DO) noch eine Möglichkeit gäbe, nach Frankreich/Deutschland zu kommen, bestätigte mir das der freundliche Mitarbeiter zwar, aber so umständlich, dass ich alleine 22 Stunden gebraucht hätte um aus Spanien heraus zu kommen.
OK. Raus aus dem Bahnhof. Mein nächster Blick fiel auf eine AVIS Autovermietung. Wäre doch eine Idee mit dem Auto heimzufahren oder wenigestens aus Spanien raus. Doch entweder ist das tatsächlich so teuer, oder die Frau wollte einem schiwtzenden und stinkenden Backpacker einfach keines ihrer Autos anvertrauen, denn sie machte mir ein Angebot, dass mich bis Frankfurt knapp 550 Euro (für 2 Tage, ohne Tanken und Maut) gekostet hätte.
Um wieder runter zu kommen und meinen Ärger zu vertreiben, ging ich erst mal einkaufen und setzte mich dann abseits der Touri- und Pilgerströme in einen Park. Ich fand mich damit ab, dass ich heute nicht mehr aus Stadt heraus komme und beschloss gemütlich nach meinem Frühstück zum Busbahnhof zu laufen und für den nächsten Tag ein Ticket für den Bus zu kaufen. Dort angekommen, dachte ich der Typ am Schalter will mich auf den Arm nehmen.
Kein einziger freier Platz nach Frankfurt, München, Köln, Hamburg, Holland, Belgien oder Frankreich... Nach langem Hin und Her erwähnte ich, dass ich dann wohl am kommenden Morgen den Bummelzug nach Irun nehmen würde (den ich ja heute verpasst hatte). "Ja einen Bus nach Irun gibt es", sagte der ALSA Mitarbeiter daraufhin, "der fährt in 15 Minuten".
15 Minuten später saß ich im Bus Richtung französische Grenze und "schon" 13 Stunden später, um 7 Uhr morgens öffnete ich die Tür zum Bahnhof in Hendaye (Frankreich). Und wer stand in der Reihe am Ticketschalter vor mir? Phillipe. Er hatte in Irun übernachtet. Geile Sache.
Jakobsweg ¦ Rückweg ¦ Camino del norte ¦ Santiago ¦ Irun ¦ Hendaye ¦ ALSA
mrpink - 30. Mai, 15:58 | Kategorie:
Jakobsweg 2008