Suche

 

VORSICHT: dieser Blog...











...ist ansteckend und macht Fernweh! Geschichten und Infos rund um die 2.schönste Sache der Welt. "Reisen ist eine gute Art die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist." (Zitat, Sergio Bambaren)




Aktuelle Beiträge

Sogar die Wirtschaftsanalysten
erwähnen die rigide Haltung der chinesischen Regierung...
Teesha - 17. Jul, 18:51
Der Kerl
kann einfach alles ;-)
Teesha - 17. Jul, 18:47
Avocados
...hey , dass ist echt wahr , falls er mal zu hause...
meggi (anonym) - 16. Jul, 21:27
Das ist wohl wahr
aber ich bin sicher, da wird sich doch nochmal eine...
Jekylla - 16. Jul, 07:46
Hey Ich wollte nur sagen...
Hey Ich wollte nur sagen das ich keine Erlaubnisanfrage...
(Pascal) PaXeS (anonym) - 16. Jul, 04:02
Bitte viel mals...
um Entschuldigung. Wenn das nächste Mal etwas...
mrpink - 15. Jul, 18:42

Sehenswert

www.flickr.com
Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Fotos von Christian Rosenberger. Erstellen Sie hier Ihr Modul.

28
Apr
2008

Santander

So seit heute Mittag bin ich in Santander. Seit ueber einer Stunde sitzte ich in diesem Internetcafe und mich erstaunt es immer noch, dass man hier keine Bilder hochladen kann. Egal.

Vielleicht finde ich heute noch ein anderes Etablissement in dem man das kann.

An sonsten haltet die Form. Bis die Tage...

@Goran: Steht die Bude noch?
@Schuermi: Wie siehts mit dem Knie aus?
@BSC: Was soll den eine Niederlage?
@Hannes: Die Pizza liefere ich die hoechstselbst wenn ich wieder da bin.
@Benni: Das waer hier genau dein Ding...
@Mina: miss u...
@Sister: Achtung, grosses Paeckchen im Anmarsch!

@M+P: Wenn ihr mal einen Comment schreiben wuerdet... dat waere wat!

NACHTRAG: Doch Bilder! Habe noch ein anderes kleines Internetcafe gefunden. Lade die Bilder jetzt hoch und baue auch ein paar in die Texte ein...NEW Fotos...

Tage wie dieser

Tage wie diesen gestrigen, 13. Tag werde ich wohl nie vergessen. Solche Tage kommen nicht oft, aber sie kommen immer wieder und deshalb bin ich immer wieder unterwegs.

Eigentlich war es ein richtiger schei... Tag. Den ganzen Tag Gegenwind, dann habe ich mich zum ersten Mal verlaufen (6 km) und ich hatte einfach keinen Bock mehr. Kennt ihr das, wenn man am liebsten den Wind anschreien wuerde? Auch wenn es gar nichts bringt? In so einer Stimmung war ich.

Nach ca. 20km, suchte ich mir Schutz an einer kleinen Kirche. Ich setzte mich an die Mauer, vom Wind geschuetzt und schmollte vor mich hin. Den ganzen Tag hatte ich die Sonne noch nicht gesehen und ploetzlich schien sie mir ins Gesicht. Kein Wind und waermende Sonne.

Ich habe keinen Ahnung warum, aber ploetzlich freute ich mich total, auf die heutige Herberge und eventuell, die anderen Pilger wiederzutreffen. Ich lief weiter und wurde immer schneller, weil gespannter was mich heute noch erwartete. Ich legte die letzten 6 Kilometer, trotz Gegenwind in weniger als einer Stunde zurueck.


Foto: Tolle Atmosphaere

Und meine Erwartungen wurden nicht nur erfuellt, sondern uebertroffen. In der Albergue del Abuelto Peuto gefuehrt von Pater Ernesto erwarteten mich nicht nur nahezu alle Pilger die ich bisher getroffen hatte, sondern auch eine Freundlichkeit und Geborgenheit wie ich sie an einem neuen Ort noch nie erlebt habe. Kaminfeuer, leise Musik, Obst auf dem Tisch, Pilger die auf Sofas sitzten und lesen oder schreiben, keine Hektik, eine unglaubliche Atmosphaere.

Ein Mitarbeiter zeigte mir mein Zimmer und sagte wie selbstverstaendlich, ich solle mich noch ausruhen und duschen, um acht Uhr gaebe es dann fuer alle Essen. Mit insgesamt 17 anderen Pilgern sassen wir an einer grossen Tafel und speisten wie die Koenige. Da Eva Geburtstag hatte, gab es ausser Wein noch Sekt und ein Staendchen mit Mundharmoikabegleitung von fuenf spanischen Pilgern.

Nach dem Essen erzaehlte Ernesto von seinen Reisen und der Idee der Herberge, die sich nur durch freiwillge Arbeit und Spenden am Leben haelt. Er erzaehlte auf spanisch und ich uebersetzte was ich verstand auf deutsch, ein Hollaender auf englisch und ein Spanier auf baskisch.


Foto: Super Stimmung in der albergue

Als ich Ernesto, der schon sein ganzes Leben an diesem Ort wohnt nur zweimal 2 Jahre durch die Welt gereist ist (das erste Mal mit einer Vespa, und dann mit einem Landrover) von meiner Tour im Sommer erzaehlte, bekam er Augen wie ein kleines Kind an Weihnachten und erzaehlte mir von 80.000! Dias, die er von seinen Reisen mitgebracht haette...

Am naechsten Morgen nach einem ausgiebigen Fruehstueck ging es bei leichtem Nieselregen weiter.

Eins ist sicher: Wenn es so etwas wie Gott gibt, dann ist er an diesem Ort ganz nah.

Check out my google maps...
NEW Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Guimes ¦ Camino del norte ¦ AlberguedelAbueltoPeuto

Die Jakobskroenung des CdN

Das ist der Superlativ den ich diesem Tagesausflug zum Felsenmassiv von Buciero geben muss. Also, die hoehste Anerkennung! An der Kueste entlang ging es wieder bei strahlendem Sonnenschein (heute war uebrigens wieder der heisseste Tag (29 Grad), zum fuenften Mal in Folge), direkt am Meer entlang, dann ueber einen Bergpfad, dann durch den Wald und am Ende 700 in den Stein geschlagene Treppenstufen hinunter zum Leuchtturm El Caballo. Ihr muesst die Fotos sehn. Unbeschreiblich geil.


Foto: Unglaublich geil!

Nach 2 Stunden Mittagspause am Leuchtturm in der Sonne beendete ich meinen Ausflug und lief zurueck zur Jugendherberge. Ein sehr entspannter Tag!

Check out my google maps...

Jakobsweg ¦ Santona ¦ Camino del norte ¦ Buciero ¦ Santona

Lehr-Geld bezahlt

Glueck gehabt wuerde ich sagen. Als ich aufwachte, war ich einigermassen wieder hergestellt und hatte keine Schmerzen mehr.

Trotzdem hatte ich aus dem Vorfall des Vortages gelernt. 1. Mehr als 30 km bei so einem Hoehenprofil sind zu viel. 2. Mein Rucksack ist zu schwer. 3. Ich muss mehr Essen. 4. Ich brauche ein bisschen Pause.


Foto: Chillen am Strand von La Arena.

Also: Massnahme 1: Ab zur Post. Und ich verabschiedete mich von: Meiner Jeans, meinem Zelt, meiner Isomatte, der Haelfte meiner Reiseapotheke, meiner Tasse, 2 Paar Socken, meinen Flip Flops, 2 Buechern, einem Moleskine Buch und einem kleinen Dreifachstecker. Insgesamt, auf der Post gewogene 4,8 kg, die mich sage und schreibe 42 Euro kosteten. (@M+P+J: Euch erwartet die Tage ein sehr grosses Paeckchen). Aber egal: Jetzt fliege ich mit meinem "neuen Rucksackgewicht".

Massnahme 2: Fruehstueck. In einer Jazzbar goennte ich mir ein ausgiebiges Fruehstueck, drei Kaffee und eine Bildzeitung (-;

Massnahme 3: Abchillen. Ich verordnete mir einen ruhigen Tag und fuhr nach 3 Kilometern am Strand von Laredo entlang mit einer kleinen Faehre nach Santona. Von dort aus, lief ich den empfohlenen Umweg meines Reiseguides als Tagesausflug und uebernachtete in der dortigen Jugendherberge.

Check out my google maps...

Jakobsweg ¦ Laredo ¦ Camino del norte

Monstertour

Nach dem wild campen und dem Sonnenaufgang hatte ich super Laune und da weiterhin nicht die geringste Spur von physischen Problemen in Sicht war, beschloss ich die lange heutige Etappe und das Stueck von gestern "wegzulaufen". Nach einem Cafe am Hafen von Castro Urdiales (an dem ich die anderen drei Deutschen wieder traf), schaltete ich den Turbo ein und lief und lief. Bei tollem Wetter und einer abwechslungsreichen Strecke (nur die 12km Nationalstrasse zwischendurch nervten) schaffte ich bis zu 6km in der Stunde. Zum Ende des Tages uebertraf der Weg mal wieder alles bisher gewesene. Steilklippen, tuerkisenes Wasser, Sonnenschein - Was will man mehr?


Foto: Am Meer entlang...

Um halb vier Mittags hatte ich problemlos 33 Kilomter zurueck gelegt und dann war es vorbei. Von einer auf die andere Sekunde machte meine Wade zu und es ging fast nichts mehr. Fuer die letzten beiden Kilometer steil bergab und zur Herberge benoetigte ich das 2 Stunden. Das war kein Spass mehr. Total geschafft und ausgepowert, lag ich spaeter mit Schuettelfrost und schmerzenden Beinen in der Kirche Iglesia de San Fransico in Laredo und beschloss am naechten Morgen Entscheidendes zu aendern...

Check out my google maps...

Jakobsweg ¦ Laredo ¦ Camino del norte

Wild campen und geiler Spanier

Nach einem wieder mal gemischten Tag, mit 13 km Radweg, einem tollen Strand La Arena, einem wunderschoenen Panoramaweg an der Steilkueste entlang, nach einer "Abkuerzung" ueber die Landstrasse (2,5 Std) kam ich auf einer riesigen Flaeche von Wiesen und Baeumen direkt an der Steilkueste an. Keinen Kilometer mehr vom Tagesziel Castro-Urdiales entfernt, beschloss ich endlich mal mein Zelt ins Spiel zu bringen und wild zu campen. Direkt am Meer baute ich mein Zelt auf und genoss den lauen Sommerabend. Zunaechst.


Foto: Sonnenaufgang am Zelt...

Nach einer Zeit fiel mir ein Typ ganz in der Naehe auf der staendig zu mir rueber schielte. Erst stoerte es mich nicht, doch dann ueberlegte ich doch was er denn wolle, da ich ja auch unerlaubterweise zeltete. Nach ueber 20 Minuten beschloss ich auf ihn zu zugehen und mit ihm ein Gespraech anzufangen. Was mich dann erwartete ueberaschte mich dann doch. Der ca. 50 Jaehrige Mann onanierte hinter einem Gebuesch und zeigte mir stolz sein eregiertes Glied. Zuerst musste ich lachen, dann ging ich auf ihn zu und gab ihm eine Schelle. Nach einem weiteren Stumper, rannte er mit herunter gelassener Hose davon.

Am darauf folgenden Morgen, nach einer Nacht ohne weitere exibitionistische Attacken, weckte mich die Sonne und ich genoss den Sonnenaufgang bevor ich mein Zeug zusammen packte und los lief.

Jakobsweg ¦ Castro-Urdiales ¦ Camino del norte

Endlich schmerzfrei


Foto: Das modernste Gebaeude der Welt.

Von Bilbao gingen wir (immer noch mit den drei Deutschen unterwegs) am Ufer des Nevion entlang zu unserem naechsten Etappenziel. Zum ersten Mal seit meinem Start konnte ich frei laufen, ohne irgendwelche Schmerzen zu haben. Hammer geil!

Vorbei an dem unvergleichlichen Guggenheim Museum - nach den Pyramiden mit Sicherheit das beeindruckenste Bauwerk das ich bisher gesehen habe -, dass sich im Sonnenlicht spiegelte und voellig unreal wie ein Ufo vor uns lag. Voellig fasziniert verbrachte ich eineinhalb Std staunende und fotografierend.

Weiter ging es an einer "Panoramstrecke" des einstigen Industrialismus Bilbaos. Unzeahlige alte Firmen und Schiffe saeumen den Weg. Auch sehr beeindruckend wie ich fand. Der zweite Teil des Tages wuerde ich dann doch eher bescheiden nennen, als es fast 2,5 Std auf dem Seitenstreifen einer Schnellstrasse entlang ging.


Foto: Mein Lieblingsbild. Fotografiert im "Old school modus". Mit dem gewissen Understatement.

Die schlechte Stimmung aenderte sich aber schnell wieder, als wir in Portugalete ankamen. Ein schoenes kleines Staedtchen am Meer, in dem wir in einer kleinen Pension schliefen, gut assen und ich lernte, dass Aschenbecher Cenicero (oder so) heisst.

Check out my google maps...
und Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Bilbao ¦ Portugalate ¦ Camino del norte

.:.Weltreise 2008
Cambodia 2006
Deutschlandtour
Fernweh
Fotografie
Gran Canaria 2007
Intern
Irland 2006
Jakobsweg 2008
Kurioses
La Palma 2007
Lebensfreude
Life TO DO List
Music
Neuseeland 2005
Outdoorwissen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren