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6
Mai
2008

Bergfest: 420 km!


Foto: Herberge mit Kueche in La Isla

Da ich am Vortag, ja schon die Haelfte der heutigen Etappe gelaufen war, beschloss ich die folgende Etappe (16km) gleich mit zu laufen. Seit zwei Tagen ist die Sonne leider abhanden gekommen. Da ueberhaupt kein Wind geht, haengen die Wolken an den Picos de Europe fest und wollen einfach nicht verschwinden.

Deshalb freute ich mich gestern wie ein Schneekoenig, als auf einmal wieder blauer Himmel zu sehen war. Spontan chillte ich 2 Stunden am einsamen Strand von La Vega. Am Nachmittag stiess ich an einem Eisentor auf einer Weide auf ein Corny. Das kam mir verdaechtig vor und 10 Minuten spaeter traf ich wieder auf Pit und Eva, die mich schon gesehen hatten.

Waehrend wir zusammen weiter liefen stellten wir ploetzlich fest, dass wir heute Bergfest haben. Genau! DIE HAELFTE IST RUM! 420km haben wir nun zurueckgelegt. Besondere Momente erfordern besondere Massnahmen und da unsere Albergue (wieder direkt am Meer) in La Isla eine Kueche hatte, beschlossen wir gemeinsam zu kochen und unser Bergfest zu feiern.

Wir kauften in einem kleinen Laden, 2 Flaschen Wein, 2 Tomaten, eine Paprika, Nudeln, Tomatensosse, Oliven, Brot und Knoblauch fuer 6 Euro und liessen es uns gut gehen.


Foto: Kurzzeitig gab es Sonnenschein. @Jeanette: Hier haben wir telefoniert!

In der Herberge trafen wir auf zwei Schweden, die den Camino rueckwaerts, als mmit Santiago als Startpunkt, laufen. Eigentlich wollten sie den Camino francais laufen, doch haben jetzt abgebrochen. Sie sprachen von Massenauflaeufen, unfreundlichen Leuten und Stau auf den Wanderwegen (Im April!). Deshalb sind sie nun auf die Nordroute ausgewichen. Ehrlichgesagt graut es mir schon vor den 50km die ich auf dem Camino francais laufen werde.

Aber egal. Morgen steht die Koenigsetappe an. Von Sebrayo nach Gijon: 36 km!

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NEW Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Colunga ¦ Camino del norte ¦ Camino francais ¦ Gijon

Spontan 30 Kilometer


Foto: Pause am Strand

Eigentlich sollte die Etappe von Llanes nach Pineres ein "entspannter Spaziergang" von 20km werden. Doch dann kam alles ganz anders.

Der Weg heute war, vielleicht auch weil Sonntag war?, wohl der bisher einsamste. Habe den ganzen Tag ueber nicht mehr als drei Leute getroffen. Erst gegen halb vier, kurz vor meinem eigentlichen Etappenziel Pineres, fuhren auf einmal 20 Polizeimotorraeder an mir vorbei und dann zahlreiche Autos mit Werbeaufdrucken, Busse und dann kam sie: Die Vuelta. Die grosse Spanienrundfahrt schoss an mir vorbei. Sehr beeindruckend. Spaeter lief ich auch noch am Fahrerlager vorbei.

An der Albergue angekommen fand ich einen Zettel vor, dass die Herbegere geschlossen sei. Meine Optionen waren nun in einem der naechsten Doerfer ein teures Hotel zu nehmen oder zur naechsten billigen Unterkunft nach Ribadesella weiterzulaufen.

Ich entschloss mich, trotz beginnenden Regens und weiterer 10km weiter zu gehen. Nach 2,5 Stunden in stroemenden Regen kam ich um 18:15 in der Herberge direkt am Meer an. Geschafft und hungrig, aber auch stolz (-; Nachdem ich heiss geduscht hatte, ass ich alles was ich noch dabei hatte: Eine Salami, 250g Kaese, eine halbe Packung Tucks, eine Tafel Schokolade und eine Zitrone. Dann legte ich mich schlafen (21:00 Uhr) und schlief 12 Stunden lang.

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Jakobsweg ¦ Ribadesella ¦ Camino del norte ¦ Asturien

Llanes (gesprochen Janes)


Foto: Panoramaweg nach Llanes

Nach den ganzen Superlativen und Lobhymnen, musste ja auch Mal ein Daempfer kommen. Die Etappe von St. Vincente de la Baquera nach Comillas (Wir sind jetzt schon in Asturien angekommen), war ehrlichgesagt etwas fad und langweilig.

Doch schon am naechsten Tag wurde ich wieder entschaedigt und eine tolle Etappe nach Llanes liess mich den vorherigen Tag schnell vergessen. Besonders der zweite Teil des Tages und ein unglaublich geiler Panormaweg an der Kueste entlang und ueber den Daechern von Llanes bleibt unvergesslich.

In Llanes, dass sowieso eines der bestbesuchtesten Badeorte Asturiens ist, fand zusaetzlich ein Latin Festival statt und es war die Hoelle los. Zum Sight Seeing am Abend draengten wir (Ja, ich bin wieder mal im Laufe des Tages auf Pit und Eva gestossen) uns durch die Strassen. Doch es lohnte sich. Nach einem Abendessen mit Brot, Wein und Kaese am Strand, schaute wir uns das Wahrzeichen von Llanes an.


Foto: Erinnerungswuerfel

2001 hat der baskische Maler Augustin Ibarrola die Betonwuerfel, die als Wellenbrecher dienen farbig angemalt. So gefaellt mir Kunst.

@Benny: Ich glaube ich bin an dem Campingplatz vorbeigekommen, den du gemeint hast. Heisst der La Paz?

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Jakobsweg ¦ Llanes ¦ Camino del norte ¦ Asturien

Pokern und gutes Essen


Foto: Picos de Europe

Zu dieser tollen Etappe nach St. Vincente de la Baquera kam noch ein super Abend in einer sehr schoenen Pilgerherbge bei Luis und Sophie dazu. Wir wurden lecker bekocht.

Ich traf auch wieder auf das kanadische Geschwisterpaerchen, dass ich zwei Tage zuvor kennengelernt habe. Vor allem Vincent ist ein Unikat. Ein Typ, der unter der Dusche gern Bach singt, nach 3 Monaten Deutschkurs, super Deutsch spricht und es total lustig findet Nachts in einem Raum mit zehn Pilgern laut zu furzen. Er studiert Mathe und war in Paris um dort auf einem Kongress einen Vortrag zu halten (er ist Anfang 20, seine Schwester ist uebrigens Anwaeltin). Seinen restlichen Urlaub verbringt er nun, nahezu ohne Geld auf dem Camino. Am Abend pokerten wir. Pit, Ich, Vincent und ein Franzose. In drei Sprachen erklaerte Vincent muehelos die Regeln.

Am Ende teilten Vincent und ich, uns den Pot und spendeten es der Herberge. Mal wieder ein sehr spassiger Abend.

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Jakobsweg ¦ Comillas ¦ Camino del norte ¦ St. Vincente

1
Mai
2008

Mir fehlen die Superlative


Foto: hier habe ich meine Mittagspause verbracht

Heute an meinem 16. Tag besichtigten wir am Morgen die Hoehlen von Altamira, oder besser gesagt eine exakte Kopie dieser Hoehle, in der sich die wohl aeltesten Hoehlenmalereien der Welt befinden. War jetzt nicht der Hammer, aber ein bisschen Kultur muss schon sein - wenn man schon Mal da ist.

Auch heute wieder begleitete uns Sonnenschein und eine tolle Landschaft. Am Abend schliefen wir in einem Kloster in Cobreces. Am naechsten Morgen ging ich frueh los, mal wieder alleine.

Mittlerweile laufe ich voellig ohne Probleme und komme super voran. Fuer die heutige Etappe fehlen mir die Superlative. Mit das beste was ich bisher zurueckgelegt habe. Am Mittag chillte ich gleich 2 Stunden am Strand und legte trotzdem muehelos 26 km zurueck.


Foto: Heute Nachmmittag ging es nur am Strand entlang

Auch wenn ich am Anfang noch etwas skeptisch war. Der Camino del norte ist der Oberhammer und ich bin mehr als froh nicht den ueberfuellten Camino francais gelaufen zu sein (der uebrigens laut Erfahrener Pilgerer um Laengen einfacher sein soll als die Nordroute).

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Jakobsweg ¦ Comillas ¦ Camino del norte ¦ St. Vincente

Berge, Meer, Sonne...


Foto: Schneebedeckte Berge...

Mit dem Zug fuhren wir (immer noch zu viert) aus Santander heraus und fuehrten unseren Weg in Mogro fort um dem staendigen Nationalstrassen-Laufen zu entgehen. Bei tollem Wetter ging es nun endlich wieder ueber Land.

Wieder aenderte sich die Umegbung im Vergleich zu den vergangenen Tagen voellig und ich musste immer wieder staunend stehenbleiben. Seit heute trohnen im Hintergrund die schneebdeckten Spitzen der Pico de Europe. Rechts das Meer, links die Berge und ueber gruene Wiesen geht es voran.

Am Abend schliefen wir in einer kleinen Albergue in der Naehe von Santillana del mar, wurde hervorragend bekocht und ich schaute mit einem Spanier Barcelona gegen Manchester. Die Kerze die er vor dem Spiel ansteckte, nutzte auch nichts (-;

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Jakobsweg ¦ Santillana del mar ¦ Camino del norte

28
Apr
2008

Santander

So seit heute Mittag bin ich in Santander. Seit ueber einer Stunde sitzte ich in diesem Internetcafe und mich erstaunt es immer noch, dass man hier keine Bilder hochladen kann. Egal.

Vielleicht finde ich heute noch ein anderes Etablissement in dem man das kann.

An sonsten haltet die Form. Bis die Tage...

@Goran: Steht die Bude noch?
@Schuermi: Wie siehts mit dem Knie aus?
@BSC: Was soll den eine Niederlage?
@Hannes: Die Pizza liefere ich die hoechstselbst wenn ich wieder da bin.
@Benni: Das waer hier genau dein Ding...
@Mina: miss u...
@Sister: Achtung, grosses Paeckchen im Anmarsch!

@M+P: Wenn ihr mal einen Comment schreiben wuerdet... dat waere wat!

NACHTRAG: Doch Bilder! Habe noch ein anderes kleines Internetcafe gefunden. Lade die Bilder jetzt hoch und baue auch ein paar in die Texte ein...NEW Fotos...

Tage wie dieser

Tage wie diesen gestrigen, 13. Tag werde ich wohl nie vergessen. Solche Tage kommen nicht oft, aber sie kommen immer wieder und deshalb bin ich immer wieder unterwegs.

Eigentlich war es ein richtiger schei... Tag. Den ganzen Tag Gegenwind, dann habe ich mich zum ersten Mal verlaufen (6 km) und ich hatte einfach keinen Bock mehr. Kennt ihr das, wenn man am liebsten den Wind anschreien wuerde? Auch wenn es gar nichts bringt? In so einer Stimmung war ich.

Nach ca. 20km, suchte ich mir Schutz an einer kleinen Kirche. Ich setzte mich an die Mauer, vom Wind geschuetzt und schmollte vor mich hin. Den ganzen Tag hatte ich die Sonne noch nicht gesehen und ploetzlich schien sie mir ins Gesicht. Kein Wind und waermende Sonne.

Ich habe keinen Ahnung warum, aber ploetzlich freute ich mich total, auf die heutige Herberge und eventuell, die anderen Pilger wiederzutreffen. Ich lief weiter und wurde immer schneller, weil gespannter was mich heute noch erwartete. Ich legte die letzten 6 Kilometer, trotz Gegenwind in weniger als einer Stunde zurueck.


Foto: Tolle Atmosphaere

Und meine Erwartungen wurden nicht nur erfuellt, sondern uebertroffen. In der Albergue del Abuelto Peuto gefuehrt von Pater Ernesto erwarteten mich nicht nur nahezu alle Pilger die ich bisher getroffen hatte, sondern auch eine Freundlichkeit und Geborgenheit wie ich sie an einem neuen Ort noch nie erlebt habe. Kaminfeuer, leise Musik, Obst auf dem Tisch, Pilger die auf Sofas sitzten und lesen oder schreiben, keine Hektik, eine unglaubliche Atmosphaere.

Ein Mitarbeiter zeigte mir mein Zimmer und sagte wie selbstverstaendlich, ich solle mich noch ausruhen und duschen, um acht Uhr gaebe es dann fuer alle Essen. Mit insgesamt 17 anderen Pilgern sassen wir an einer grossen Tafel und speisten wie die Koenige. Da Eva Geburtstag hatte, gab es ausser Wein noch Sekt und ein Staendchen mit Mundharmoikabegleitung von fuenf spanischen Pilgern.

Nach dem Essen erzaehlte Ernesto von seinen Reisen und der Idee der Herberge, die sich nur durch freiwillge Arbeit und Spenden am Leben haelt. Er erzaehlte auf spanisch und ich uebersetzte was ich verstand auf deutsch, ein Hollaender auf englisch und ein Spanier auf baskisch.


Foto: Super Stimmung in der albergue

Als ich Ernesto, der schon sein ganzes Leben an diesem Ort wohnt nur zweimal 2 Jahre durch die Welt gereist ist (das erste Mal mit einer Vespa, und dann mit einem Landrover) von meiner Tour im Sommer erzaehlte, bekam er Augen wie ein kleines Kind an Weihnachten und erzaehlte mir von 80.000! Dias, die er von seinen Reisen mitgebracht haette...

Am naechsten Morgen nach einem ausgiebigen Fruehstueck ging es bei leichtem Nieselregen weiter.

Eins ist sicher: Wenn es so etwas wie Gott gibt, dann ist er an diesem Ort ganz nah.

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NEW Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Guimes ¦ Camino del norte ¦ AlberguedelAbueltoPeuto

Die Jakobskroenung des CdN

Das ist der Superlativ den ich diesem Tagesausflug zum Felsenmassiv von Buciero geben muss. Also, die hoehste Anerkennung! An der Kueste entlang ging es wieder bei strahlendem Sonnenschein (heute war uebrigens wieder der heisseste Tag (29 Grad), zum fuenften Mal in Folge), direkt am Meer entlang, dann ueber einen Bergpfad, dann durch den Wald und am Ende 700 in den Stein geschlagene Treppenstufen hinunter zum Leuchtturm El Caballo. Ihr muesst die Fotos sehn. Unbeschreiblich geil.


Foto: Unglaublich geil!

Nach 2 Stunden Mittagspause am Leuchtturm in der Sonne beendete ich meinen Ausflug und lief zurueck zur Jugendherberge. Ein sehr entspannter Tag!

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Jakobsweg ¦ Santona ¦ Camino del norte ¦ Buciero ¦ Santona

Lehr-Geld bezahlt

Glueck gehabt wuerde ich sagen. Als ich aufwachte, war ich einigermassen wieder hergestellt und hatte keine Schmerzen mehr.

Trotzdem hatte ich aus dem Vorfall des Vortages gelernt. 1. Mehr als 30 km bei so einem Hoehenprofil sind zu viel. 2. Mein Rucksack ist zu schwer. 3. Ich muss mehr Essen. 4. Ich brauche ein bisschen Pause.


Foto: Chillen am Strand von La Arena.

Also: Massnahme 1: Ab zur Post. Und ich verabschiedete mich von: Meiner Jeans, meinem Zelt, meiner Isomatte, der Haelfte meiner Reiseapotheke, meiner Tasse, 2 Paar Socken, meinen Flip Flops, 2 Buechern, einem Moleskine Buch und einem kleinen Dreifachstecker. Insgesamt, auf der Post gewogene 4,8 kg, die mich sage und schreibe 42 Euro kosteten. (@M+P+J: Euch erwartet die Tage ein sehr grosses Paeckchen). Aber egal: Jetzt fliege ich mit meinem "neuen Rucksackgewicht".

Massnahme 2: Fruehstueck. In einer Jazzbar goennte ich mir ein ausgiebiges Fruehstueck, drei Kaffee und eine Bildzeitung (-;

Massnahme 3: Abchillen. Ich verordnete mir einen ruhigen Tag und fuhr nach 3 Kilometern am Strand von Laredo entlang mit einer kleinen Faehre nach Santona. Von dort aus, lief ich den empfohlenen Umweg meines Reiseguides als Tagesausflug und uebernachtete in der dortigen Jugendherberge.

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Jakobsweg ¦ Laredo ¦ Camino del norte

Monstertour

Nach dem wild campen und dem Sonnenaufgang hatte ich super Laune und da weiterhin nicht die geringste Spur von physischen Problemen in Sicht war, beschloss ich die lange heutige Etappe und das Stueck von gestern "wegzulaufen". Nach einem Cafe am Hafen von Castro Urdiales (an dem ich die anderen drei Deutschen wieder traf), schaltete ich den Turbo ein und lief und lief. Bei tollem Wetter und einer abwechslungsreichen Strecke (nur die 12km Nationalstrasse zwischendurch nervten) schaffte ich bis zu 6km in der Stunde. Zum Ende des Tages uebertraf der Weg mal wieder alles bisher gewesene. Steilklippen, tuerkisenes Wasser, Sonnenschein - Was will man mehr?


Foto: Am Meer entlang...

Um halb vier Mittags hatte ich problemlos 33 Kilomter zurueck gelegt und dann war es vorbei. Von einer auf die andere Sekunde machte meine Wade zu und es ging fast nichts mehr. Fuer die letzten beiden Kilometer steil bergab und zur Herberge benoetigte ich das 2 Stunden. Das war kein Spass mehr. Total geschafft und ausgepowert, lag ich spaeter mit Schuettelfrost und schmerzenden Beinen in der Kirche Iglesia de San Fransico in Laredo und beschloss am naechten Morgen Entscheidendes zu aendern...

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Jakobsweg ¦ Laredo ¦ Camino del norte

Wild campen und geiler Spanier

Nach einem wieder mal gemischten Tag, mit 13 km Radweg, einem tollen Strand La Arena, einem wunderschoenen Panoramaweg an der Steilkueste entlang, nach einer "Abkuerzung" ueber die Landstrasse (2,5 Std) kam ich auf einer riesigen Flaeche von Wiesen und Baeumen direkt an der Steilkueste an. Keinen Kilometer mehr vom Tagesziel Castro-Urdiales entfernt, beschloss ich endlich mal mein Zelt ins Spiel zu bringen und wild zu campen. Direkt am Meer baute ich mein Zelt auf und genoss den lauen Sommerabend. Zunaechst.


Foto: Sonnenaufgang am Zelt...

Nach einer Zeit fiel mir ein Typ ganz in der Naehe auf der staendig zu mir rueber schielte. Erst stoerte es mich nicht, doch dann ueberlegte ich doch was er denn wolle, da ich ja auch unerlaubterweise zeltete. Nach ueber 20 Minuten beschloss ich auf ihn zu zugehen und mit ihm ein Gespraech anzufangen. Was mich dann erwartete ueberaschte mich dann doch. Der ca. 50 Jaehrige Mann onanierte hinter einem Gebuesch und zeigte mir stolz sein eregiertes Glied. Zuerst musste ich lachen, dann ging ich auf ihn zu und gab ihm eine Schelle. Nach einem weiteren Stumper, rannte er mit herunter gelassener Hose davon.

Am darauf folgenden Morgen, nach einer Nacht ohne weitere exibitionistische Attacken, weckte mich die Sonne und ich genoss den Sonnenaufgang bevor ich mein Zeug zusammen packte und los lief.

Jakobsweg ¦ Castro-Urdiales ¦ Camino del norte

Endlich schmerzfrei


Foto: Das modernste Gebaeude der Welt.

Von Bilbao gingen wir (immer noch mit den drei Deutschen unterwegs) am Ufer des Nevion entlang zu unserem naechsten Etappenziel. Zum ersten Mal seit meinem Start konnte ich frei laufen, ohne irgendwelche Schmerzen zu haben. Hammer geil!

Vorbei an dem unvergleichlichen Guggenheim Museum - nach den Pyramiden mit Sicherheit das beeindruckenste Bauwerk das ich bisher gesehen habe -, dass sich im Sonnenlicht spiegelte und voellig unreal wie ein Ufo vor uns lag. Voellig fasziniert verbrachte ich eineinhalb Std staunende und fotografierend.

Weiter ging es an einer "Panoramstrecke" des einstigen Industrialismus Bilbaos. Unzeahlige alte Firmen und Schiffe saeumen den Weg. Auch sehr beeindruckend wie ich fand. Der zweite Teil des Tages wuerde ich dann doch eher bescheiden nennen, als es fast 2,5 Std auf dem Seitenstreifen einer Schnellstrasse entlang ging.


Foto: Mein Lieblingsbild. Fotografiert im "Old school modus". Mit dem gewissen Understatement.

Die schlechte Stimmung aenderte sich aber schnell wieder, als wir in Portugalete ankamen. Ein schoenes kleines Staedtchen am Meer, in dem wir in einer kleinen Pension schliefen, gut assen und ich lernte, dass Aschenbecher Cenicero (oder so) heisst.

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und Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Bilbao ¦ Portugalate ¦ Camino del norte

26
Apr
2008

Bald gibts Neues

Hi Freunde,

freut mich total, dass so viele Leute mich begleiten. Leider ist das mit dem Internet sehr schwierig zur Zeit. Aber spaetestens uebermorgen bin ich in Santander.Dann gehts wieder. bis denn...

Muss schluss machen sitz hier an der Rezeption.

Jakobsweg ¦ Santona ¦ Pilgerherberge ¦ Camino del norte

22
Apr
2008

Bilbao

Da ich in den vergangenen Tagen immer wieder nicht die komplette Etappe gelaufen bin und irgendwo zwischendrin uebernachtet habe, habe ich mich heute entschlossen von Guernika aus mit dem Zug nach Bilbao zu fahren. Um Wieder eine komplette Etappe laufen zu koennen, was natuerlich viel bessere Uebernachtungsmoeglichkeiten bietet.

Jetzt bin ich hier in einer riesigen Jugendherberge und werde mich heute dann gleich mal aufmachen Bilbao zu entdecken.

Bin uebrigens vorerst wieder alleine unterwegs, da die anderen noch mal ans Meer gefahren sind um dort irgendwas anzuschauen auf das ich keine Lust hatte. Aber sie werden auch hier uebernachten, habe die Zimmer schon klar gemacht. Mal schauen ob wir dann morgen wieder zusammen weiterlaufen.

Die Etappen werden jetzt auf jeden Fall flacher, viel flacher.

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und Fotos... (ein kleiner Teil!)

Jakobsweg ¦ Bilbao ¦ Pilgerherberge ¦ Camino del norte

Regen ist trumpf


Foto: Stau

Als der Wecker klingelte, hoerte ich das "Unheil" schon. Es regnete in Stroemen. Macht nix, Regencape uebergezogen und los gings, diesmal zu viert, da sich Pit's Frau uns angeschlossen hatte, die am Tag vorher wegen Knieproblemen noch ausgesetzt hatte. Zuerst war es nur nass und auch nicht besonders sehenswert, da wir ueber die Landstrasse abkuerzten. Zu Mittag kehrten wir in Munitibar in eine kleine Bar ein und trafen auf weitere uns schon bekannte Pilger. Wir hat viel Spass, tranken Wein und assen super lecker.

In Stroemendem Regen ging es weiter, doch nun wurde das ganze sehr abenteuerlich. Die Waldweg entpuppten sich als reine Schlammpisten, in denen wir bis zum Knoechel versanken. Ich schwamm in meinen Schuhen. Zwischendurch mussten wir sich ploetzlich vor uns auftuende reissende Fluesse ueberspringen oder sonst irgendwie "Mc Gywer-maessig" ueberqueren.

Da wir voellig durchnaesst waren beschlossen wir nicht bis Guernika zu laufen, sondern in einer Herberge in Mendata zu naechtigen. Hier hatten wir richtig Glueck da wir die zustaendige "Herbergsmutter" in einer Bar trafen. Eigentlich ist die Herberge Montags geschlossen. So schloss sie uns die Herberge auf und wir hatten die schlossaehnliche Unterkunft, eigentlich fuer ueber 30 Personen, ganz fuer uns alleine.

Nachdem wir unsere Nassen Klamotten im ganzen Haus zum Trocknen verteilt hatten, gingen wir in die anliegende Bar und teilten uns zu viert zwei Flaschen Wein. Ich meine, ich bin ja kein Weintrinker, aber die anderen drei waren schon sehr betueteld. (-; Heute frueh ging's dann wieder bei strahlendem Sonnenschein weiter nach Guernika (googelt das mal, krasse europaeische Geschichte).

Jakobsweg ¦ Mendata ¦ Pilgerherberge ¦ Guernika ¦ Camino del norte

Wandern macht Spass


Foto: Am Meer entlang

Nach zwei Tagen einsamen Wanderns schloss ich mich an diesem Tag, der bisher haertesten Etappe von eigentlich 28 km zwei Deutschen an. Pit und Doris, beide Mitte 40 und schwer in Ordnung. Nicht nur, dass ich mich ueber die Unterhaltungen waehrend des Tages freute, sondern ist es auch in einer Gruppe viel leichter voran zu kommen.

Auch wenn es sich vielleicht bloed anhoert, aber der heutige Tag uebertraf alles bisherige. Hammer-Wetter (ca. 25 Grad) und Natur pur. Den ganzen Tag wanderten wir nur durch die Berge und trafen keine Menschenseele. Schaut euch ein paar der Bilder an, die sagen alles.


Foto: Ab in die Berge

Da 28 km, koerperlich bei diesem "Hoch und runter" kaum zu schaffen sind, kamen wir in Markina in einer Privatunterkunft unter. Einem wunderschoenen alten, renovierten Landhaus. Das Zimmer kostete zwar 23 Euro, aber das war mir egal. Um 9 Uhr schlief ich wie ein Baby.

Jakobsweg ¦ Markina ¦ Pilgerherberge ¦ Wandern ¦ Camino del norte

Auf dem Zahnfleisch zu einem tollen Abend


Foto: Pilgerherberge

Auch der zweite Tag an dem ich alleine unterwegs war wurde nicht einfacher. Das Wetter war OK, auch wenn es Mittags sehr windig wurde. Doch wie immer ging es steil hoch und steil runter. Nicht gut fuer ungeuebte Fuesse, Knie und Waden. Dafuer gab es wieder atemberaubende Ausblicke und einen abwechslungsreichen Camino. Nach sieben Stunden (ca. 23km) kam ich in Deba an. Ausgehungert und durstig. Mein erster Weg fuehrte in einen Supermarkt, in dem ich 1,5l irgendeines Sportgetraenkes mit einem Zug lehrte, auch wenn mich die Verkauferin etwas komisch anschaute. Nach einigem Hin und Her bekam ich einen Schluessel fuer die Pilgerherberge. Ein Zimmer mit ca. 15m2, dafuer aber mit einem doppel Hochbett und zwei, dreifach-Hochbetten. Am Abend kamen noch zwei Leute dazu die auf dem Boden schliefen. Als insgesamt zu zehnt! Ohropax sei dank, aber eine angenehme Nacht.

Vorher lernte ich noch einen Typen namens Ingo kennen, der mit 20 ueber ein Jahr im Koma gelegen hat. Als er aufwachte beschloss er nur noch die Welt kennenzulernen und ist seit dem im Grossen und Ganzen unterwegs. Mittlerweile ist er 39 und hat sehr viel zu erzaehlen. Mit ihm verbrachte ich den Abend in einer Bar am Strand. Er erzaehlte, wir tranken Kaffee und rauchten. Ein super Abend. Und wenn ich mal auf Kreta sein sollte, habe ich einen Platz in seiner Kommune... (-;

Jakobsweg ¦ Deba ¦ Pilgerherberge ¦ Wandern ¦ Camino del norte

Mein Spass mit den Deutschen

Da ich mit, besonders morgens nicht gleich jedem vorstelle und als Deutscher zu erkennen gebe, kann ich des oefteren doch an dem einen oder anderen interesseanten Gespraech teilnehmen ohne teilzunehmen. (-; So geschehen in Zaurutz inder Jugenherberge beim Fruehstueck, dass es ab halb neun geben sollte. Da ich frueh los wollte, stand ich mit deutscher Puenktlichkeit genau um halb im Fruehstuecksraum. Doch ein Paerchen, aus Deutschland, war schon vor mir da und sass schon im Saal, der von den Mitarbeitern noch vorbereitet wurde. Ich begruesste sie mit buenos dias und setzte mich an den Tisch.

Da ich sie ja nicht deutsch begruesst hatte, war anscheinend fuer sie klar, dass ich nicht aus Deutschland komme und sie unterhielten sich munter auch ueber mich. Nach kurzer Zeit kam ein Mitarbeiterin der Herberge an unseren Tisch und sagte auf spanisch, dass wir doch bitte unsere Teller spater an die Bar bringen sollten. Ich ass mein typisch spanisches, folglich sehr karges Fruehstueck. Als die Frau aufstehen wollte sagte der Mann: Nein lass doch das Muesli Zeug weg. Sie hat doch grad was von plata, Teller gesagt. DIe bringt uns gleich schoen Serano Schinken und Kaese. Ich verschluckte fast den Loeffel, liess mir aber nichts anmerken.

Als ich rausging warteten die Beiden immer noch auf ihren Spezialitaten Teller. Ich glaube ich habe den kompletten ersten Kilometer nur vor mich hin gelacht.

Jakobsweg ¦ Deutsche ¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Camino del norte

21
Apr
2008

Zwischenstand...

Habe heute einen kleinen Zwischenstand von Christian bekommen: Die Blasen werden weniger, das Gepäck leichter zu (er)tragen & die Wege immer besser zu laufen! Nur leider spielt das Wetter nicht mehr so mit - Regen den ganzen Tag heute...

Momentan läuft er mit drei anderen Pilgern, was die langen Strecken erträglicher macht. Bis er wieder persönlich bloggen kann, dauert es aber noch zwei, drei Tage - dann ist er in Bilbao angekommen...

Grüße an alle Blogleser vom Camino!

-jule-

18
Apr
2008

Up and down (im wahrsten Sinne...)

Nach einem Tag in San Sebastian konnte ich es kaum erwarten endlich weiter zu gehen, auch wenn jede Stelle meines Koerpers immer noch mit dem ersten Tag zu kaempfen hatte. Um acht Uhr heute morgen zog ich also weiter. Diesmal alleine. Wieder fuehrte der Camino direkt am Meer entlang. Zuerst lief alles gut, doch gegen Mittag fragt man sich dann schon mal warum man sich das alles antut. Doch nach einem sehr guten Menu del dia im Hafen von Orio sah die Sache schon wieder anders aus. Es ist wirklich so, dass meine Stimmung von Kilometer zu Kilometer anders ist.

Der Este Tarmo, mit dem ich am ersten Tag unterwegs war, sagte mir jedoch schon, dass man das ganze erst nach einer Woche geniessen kann, wenn die Schmerzen nach lassen und sich die Fuesse und Beine ans Wandern gewoehnt haben.

Gegen Mittag war mein Tagesziel Zarautz nicht mehr weit, doch dann kam ein sturm auf und es goss wie aus Kuebeln. gut, dass ich so ein Regencape habe, dass mich und meinen Rucksack schuetzen soll. Leider habe ich nicht bedacht, dass es unmoeglich ist so ein halbes Zelt bei Sturm anzuziehen. Nach 10 Minuten Kmapf mit dem Wind gab ich die Sache auf und lief im Regen weiter. Als ich am stranmd von Zarautz ankam hatte der Regen aufgehoert und die Surfer stuermten nur so ins Wasser.

Da ich eh nass war setzte ich mich an den Strand und schaute den Jungs zu bevor ich, dann bei Sonnenschein in die Jugendherberge weiter lief. Trotz allem ein cooler Tag und ich freue mich schon morgen weiter zu laufen.

Fazit: Das Wandern und die Entfernungen habe ich auf jeden Fall unterschaetzt. Die 22km von heute waren jedoch genau richtig!

P.S.: Fuer die kommenden Tage wuensche ich mir mal gerade aus zu laufen. Das Vergnuegen hatte ich leider noch nicht (-;

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NACHTRAG: Wer mich mal anrufen will, meine spanische Nummer ist auf meinem Facebook Profil...

Zarautz ¦ Camino del norte ¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Backpacker

17
Apr
2008

San Sebastian

Habe das Zimmer fuer einen weiteren Tag behalten um mir heute San Sebastian anzuschauen. Tarmo ist heute morgen in stroemenden Regen weiter gelaufen. Mal sehen ob wir uns wiedersehen, habe auf jeden Fall Nummern getauscht. Jetzt sitze ich im Internetcafe und warte das die Fotos endlich hochgeladen sind, aber das dauert wohl noch. Denke ich werde es abbrechen und nur ausgewaehlte Fotos hochladen.

Gehe jetzt erst mal was essen. Habe bishe rnur eine Zitrone im Bauch, die ich auf dem Weg zum Bus von einem Baum geklaut habe (-;

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San Sebastian ¦ Packliste ¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Backpacker

Fakten der ersten beiden Tage

Unglaublich viel schon gesehen
Der Camino ist zauberhaft
Hier gibt es den Fruehling den wir in D nie haben
6 Blasen gelaufen
Mein Rucksack ist viel zu schwer
30km sind zu viel fuer den ersten Tag
Sonnenbrand auf den Ohren
Im Gesicht schon braun
Spanische Telefonkarte am Start

Jakobsweg ¦ San Sebastian ¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Camino

Schock


Foto: Irun

Als ich am Flugghafen ankam und mich in die Schlange fuer den Biarritz Flu einreite traute ich meinen Augen kaum. Ich schaetze mal 60% der Reisenden waren Pilgerer...

Doch nach der Landung im sonnigen Frankreich und der Weiterfahrt zum Bahnhof nach Bayonne stellte sich schnell heraus, dass ich mit dem Camino del Norte die richtige Wahl getroffen habe. Denn ich war der Einzige !!! der mit dem Zug weiter nach Irun fuhr. Alle anderen Pilgerer fuhren nach St. Jean Pied de Port.

Jakobsweg ¦ Biarritz¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Camino

16
Apr
2008

Der erste Tag


Foto: Zwischen Guadalupe und Pasaia

Nach einer mehr oder weniger guten Nacht in der Pilgerherberge in Irun, ein Schweizer Schnarcher liess mich kaum ein Auge zutun, startete ich um halb acht gemeinsam mit dem Esten Tarmo, den ich am Vorabend kennengelernt hatte zu meinem ersten Camino Tag. Schon von Beginn an zeigte sich, dass der Jakobsweg mit seinen gelben Pfeilen sehr gut markiert war und schnell fanden wir aus Irun hinaus.

Was mich dann erwartete hatte ich in meinen kuensten Traeumen nicht erhofft. Bei angehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein liefen wir ueber Felder und gruenste Wiesen, mal auf, mal ab. Nach einer Stunde sahen wir erstmals den Atlantik.

Und der sollte uns auch fuer den Rest des Tages treu bleiben. Die Sonne strahlte, die Moewen schrien, es war einfach eine unglaublich geile Wanderung. Auch als ich nach vier Stunden jeden Schritt merkte, troeste die einzigartige Aussicht ueber vieles hinweg. Nach einerm hervorragendem Lunch in Pasaia, einem kleinen Hafenstaedtchen ging es gestaerkt weiter.

Der Weg wurde noch beeindruckender, doch die bereits zurueckgelegten 20km machten sie immer mehr bemerkbar. Tarmo, der schon seit 4 Wochen unterwegs ist hatte keine Probleme und redete und redete. Endlich in der Jugendherberge in San Sebastian angekommen (nach 30km), konnte ich keinen Meter mehr laufen.

Doch diese war leider voll. Mit dem Bus fuhren wir weiter zu einer Pension, in der wir uns ein Doppelzimmer teilten. Fuer 12,50 pro Person mit Meerblick. Nach einer Stunde Pause und Fusspflege fuhren wir zurueck in die Stadt und genossen den lauen Sommerabend. Wir assen Tapas, tranken Bier und redeten ueber Gott und die Welt. Sehr feine Leute diese Esten (-;

Jakobsweg ¦ Biarritz¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Camino

14
Apr
2008

Tschüss Deutschland

Melde mich das nächste Mal von der "Piste"...

Bis die Tage...

Lg, Christian

Packliste

Rucksack Tatonka 60l

Klamotten & Schuhe
2x Wandersocken
2x Baumwollsocken
2x Füsslinge
1x Jeans
1x kurze Hose
1x Zip Hose
1x Badehose
3x Unterhose
1x Kaputzenpulli
1x Fleece Jacke
1x Wind- und Regenjacke
1x Multifunktionsshirt
2x Baumwollshirt
1x Kappe
1x Mütze
1x Wanderschuhe
1x Sneaker
1x Flip Flops
1x Regencape (klein)

"Küche"
- Messer, Gabel, Löffel
- schweizer Taschenmesser
- Klappmesser
- Teller
- Tasse
- Wäschleine, 4x Klammern

Unterhaltung
- Bücher 3x
- iPod

Technik
- USB Ladegerät
- Mehrfachstecker
- Ladekabel für Kameraakku
- 2 SD Karten 2GB
- Digitalkamera
- kleines Stativ
- USB Kabel Kamera/iPod
- Stirnlampe

Schlafen
- Schlafsack
- Ultra Light Zelt
- Termarest Isomatte

Reiseapotheke
- Zinksalbe
- Sicherheitsnadeln
- Pferdesalbe
- Desinfektionsmittel
- Blasenpflaster
- Mullbinde
- Aspirin
- Mückenspray

Bad
- Zahncreme
- Zahnbürste
- Deo
- Shampoo
- Outdoorseife (auch für Kleidung)
- Sonnencreme
- After Sun

Unterlagen
- Outdoorreiseführer
- 2x Karte Spanien
- Pilgerausweis
- Reisetagebuch
- Geldbeutel
- Ausweis
- Kreditkarte
- EC-karte
- Auslandskrankenversicherung

Insgesamt wiegt der Rucksack 15 kg (inkl. einer 1,5 L Flasche Wasser!)

Rucksackreise ¦ Packliste ¦ Outdoor ¦ Wandern ¦ Backpacker

Kommen Reisejournalisten in die Hölle?

Lonely Planet die Bibel aller Backpacker zählt als weltweit größter, unabhängiger Verlag für Reiseliteratur. Fundierte Vor-Ort-Recherche, echte Geheimtipps? Aber was bekomme ich da so eben per E-Mail zugetragen?

Das Image wird durch die Geständnisse des amerikanischen Autors Thomas Kohnstamm (32) gegenüber der Zeitung „The Daily Telegraph“ ramponiert. Kohnstamm sagt, er habe für Lonely Planet an mehr als zwölf Reiseführern mitgearbeitet – unter anderem an Werken über Brasilien, Kolumbien, die Karibik, Venezuela. Chile und Südamerika. In einem Fall sei er nicht einmal in dem Land gewesen, über das er schrieb. „Sie haben mir nicht genug für eine Reise nach Kolumbien gezahlt. Also habe ich das Buch von San Francisco aus geschrieben. Außer den Fälschungen gestand Kohnstamm auch, dass Anbieter seine Reisen bezahlt hätten. Auch das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln des Verlages. Um seinen Verdienst als Reise-Journalist aufzubessern, hat Kohnstamm nach eigenen Angaben außerdem mit Drogen gehandelt. (Quelle: bild.de)

Kohnstamm macht übrigens derzeit Werbung für sein neuestes Buch „Do Travel Writers go to hell?“ („Kommen Reisejournalisten in die Hölle?“), das am 22. April auf dem englischsprachigen Markt erscheint.

Na alles klar...


Tags
LonelyPlanet ¦ Betrug ¦ Kohnstamm ¦ Kolumbien ¦ Backpacker

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